Fußball – Kreisliga: Wittingen enttäuscht bei der 0:3-Pleite

Nur Vorhop nimmt das Sechs-Punkte-Derby an

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Eine Überinterpretation von Abstiegskampf: Wittingens Sven Arndt (l.) greift hier gegen Vorhops Torsten Koch zu unlauteren (Trikot-)Mitteln. Die Brauereistädter enttäuschten beim 0:3 auf ganzer Linie.

Wittingen. Auch wenn noch längst nicht aller Tage Abend war: Selbst Interimstrainer Peter Dierks stimmte am Pfingstsamstag nach der niederschmetternden Niederlage im Derby schon so eine Art Abgesang auf seinen Fußball-Kreisligisten VfL Wittingen/Suderwittingen an.

Im Angesicht des 0:3 gegen den VfL Vorhop, gleichbedeutend mit sechs Punkten Rückstand aufs rettende Ufer zu diesem Zeitpunkt, gab Dierks offen und ehrlich zu: „Die Chancen sind auf ein Minimum gesunken!“.

Die Brauereistadt muss sich allmählich – wohl oder übel – mit dem Gedanken an an Absturz in die 1. Kreisklasse anfreunden. „Ich bin total enttäuscht. Vom Gefühl her war eine Blockade drin in den Köpfen“, registrierte Wittingens Feuerwehrmann. „Vorhop wollte den Sieg mehr, das hat sich durch das ganze Spiel gezogen. Wir haben den Kampf nicht angenommen. Die Mannschaft hat nicht kapiert, worum es geht.“

Dabei sei gerade das bei der Ansprache ganz anders kommuniziert worden. Statt nach Punkten mit dem (Abstiegs-) Rivalen gleichzuziehen, hängt Wittingens Klassenverbleib nun am seidenen Faden. Zu statisch, zu uninspiriert agierten die Gastgeber im Spiel nach vorne. Anders die Vorhoper. Nutznießer Sebastian Sommer lachte: „Es war auch so schon schwer, aber so ein Ergebnis hätte ich auch nicht getippt. Das ist doch dolle deutlich. Der Unterschied war: Wir haben als Team agiert.“ Die wenigen Wittinger Topchancen vereitelte Keeper Christian Graf, vorne stach Pierre Peesel zweimal zur 2:0-Pausenführung zu. Der Derby-Held musste später mit einer Platzwunde an der Lippe ins Krankenhaus, doch auch ohne ihn lief es weiter gut. Auch weil Markus Rötz nach einem Mini-Schubser gegen Kevin Büttner mit Gelb-Rot vom Platz flog. Dierks haderte: „Auch wenn das nicht Gelb-würdig war – ein Bärendienst.“

Von Ingo Barrenscheen

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