Fußball – Kreisliga: Wasbüttel der große Gewinner im Tabellenkeller / Brome entzaubert Müden beim 4:0

Vorhop und WSC fehlt die Durchschlagskraft

Der Abwärtstrend beim Wesendorfer SC (l. Vitali Spack) nimmt kein Ende. Gegen den SV Westerbeck verloren die Blau-Weißen mit 0:2.

ib.

Und der große Gewinner des Spieltags im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga leutet: MTV Wasbüttel! Wenngleich schmeichelhaft, so stießen die Südkreisler den VfL Vorhop (1:3 gegen Triangel) am gestrigen Sonntag wieder auf den ersten Abstiegsplatz und zogen auch den Wesendorfer SC und die SV Meinersen noch tiefer mit in den Schlamassel.

VfL Vorhop –

SV Triangel 1:3 (1:2)

Einen Tim-David Spillecke hätten sie gerne in ihren Reihen gehabt... Der 17-Tore-Knipser des SV Triangel machte den feinen Unterschied Im Vergleich zu Vorhop aus. Denn die Kicker aus dem gallischen Dorf waren keineswegs schlechter gewesen. „Das Spiel hätte im Endeffekt auch in die andere Richtung ausgehen können“, seufzte VfL-Spielertrainer Sebastian Sommer. Doch sein Team versäumte es nach dem Führungstreffer durch Kevin Büttner nachzulegen. Das rächte sich bitterlich. „Wir machen Druck, ketten sie ein und dann kommt ein langer Ball und Spillecke macht das 1:1“, raufte sich Sommer die Haare. Schlimmer noch: Praktisch mit dem Pausenpfiff leistete sich Tobias Dreyer ein „plumpes“ Foul am äußersten Zipfel des Strafraums. Den fälligen Strafstoß versenkte Spillecke ebenfalls. „In der Pause habe ich das Team noch einmal heiß gemacht“, schilderte Sommer. Doch Vorhop fehlte die Durchschlagskraft. Stattdessen machte der VfL-Schreck den Deckel drauf. Sommer: „So ist das im Abstiegskampf...“

TuS Müden-Dieckhorst –

FC Brome 0:4 (0:2)

Endgültig entzaubert! Die in der Rückrunde auftrumpfenden Müdener wurden von Brome drei Tage nach dem Pokalaus gegen Wittingen endgültig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Aus Sicht des FCB natürlich ein Ego-Booster par excellence nach dürftigen Wochen. Die frühe Führung durch Jannik Thielemann (4.) brachte den Burgherren direkt die Sicherheit. Bis auf einen Latten-Freistoß (20.) ging vom TuS nur wenig Gefahr aus, stattdessen erhöhte Christoph Nieswandt wenig später. „Wir spielen dann weiter den besseren Ball“, erklärte FC-Sprecher Hendrik Joswig. Direkt nach Wiederbeginn machten die Bromer den Sack mit einem Doppelschlag dann auch schon zu. Joswig meinte: „Das war heute eigentlich ein Selbstläufer.“

SV Meinersen –

VfR Wilsche-N. 0:4 (0:1)

Abstiegsangst unterliegt Aufstiegslust: Der souveräne Tabellenführer Wilsche-Neubokel machte gestern in Meinersen den vorletzten Schritt auf dem Weg in die Bezirksliga. Am Pfingstsamstag können die Huneke-Mannen mit einem Sieg in Groß Oesingen dann ihr Meisterstück machen. Wobei ohnehin niemand mehr am Titel der Rot-Weißen zweifelt angesichts von elf Punkten Vorsprung auf Westerbeck. Allerdings musste der VfR in Meinersen auch eine ganze Weile zittern, ehe der Dreier in trockenen Tüchern war. Erst in der 73. Minute fiel das vorentscheidende 0:2.

SV Leiferde –

MTV Wasbüttel 1:2 (0:1)

„Unser Standard-Ergebnis in letzter Zeit...“ Leiferdes Coach Ralf Keller war nach dem neuerlichen 1:2 gegen Kellerkind Wasbüttel bedient. Die akuten Personalsorgen bei der SVL – nur zwölf Akteure aus dem Kader der Ersten standen zur Verfügung – und das eklatante Schwächeln einiger Spieler bilden derzeit einen Teufelskreis. „Wenn einige Spieler völlig aus der Form sind, hat man nicht so die großartigen Möglichkeiten“, bedauert Keller. Es hätte sich ein „ziemlicher Grotten-Kick“ entwickelt, indem Wasbüttel zweimal eiskalt zuschlug zu Beginn beider Halbzeiten. „Ich habe sie nicht besser gesehen als uns – aber sie haben ihre Tore gemacht“, zeigte Keller die Nuancen auf. Der Anschlusstreffer hätte auch kein wirkliches Aufbäumen mehr mit sich gebracht. „Wir müssen dringend die Kurve kriegen.“

VfL Knesebeck –

TSV Rothemühle 1:3 (1:2)

Mit diesem Erfolg dürfte sich Rothemühle seiner größten Abstiegssorgen entledigt haben. Knesebecks Rumpfkader ließ sich zwar nicht hängen, entfachte aber nach dem Führungstreffer durch Sven Marquardt zu wenig wirkliche Gefahrenmomente. „Uns hat ein Vollstrecker gefehlt“, monierte VfL-Coach Detlef Weber. Obendrein leistete sich sein Keeper Fabian Laumann – in dem blutjungen Alter absolut verzeihbar – zwei individuelle Fehler, die die Gäste unverblümt bestraften. Dem 1:2 per Foulelfmeter war wenige Augenblicke zuvor auf der anderen Seiten ein Pfostentreffer von Marco Jäkel vorausgegangen. Das 1:3 unmittelbar nach Wiederbeginn raubte den Einhörnern dann den letzten Nerv. Weber gab zu: „Rothemühle hat nicht unverdient gewonnen.“

Wesendorfer SC –

SV Westerbeck 0:2 (0:1)

Ein 0:2 gegen den Tabellenzweiten Westerbeck liest sich auf den ersten Blick nicht so verkehrt, möchte man meinen. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass die Gäste tatsächlich einen noch größeren Rumpfkader als Wesendorf am Schützenfest-Wochenende aufboten (was ja kaum möglich ist...) und ohne Auswechselspieler anreisten, ärgerte sich WSC-Coach Matthias Hopp dann doch ungemein. „Es wäre mehr drin gewesen. Wir haben uns zu blöd angestellt.“ Die Gastgeber verstanden es nicht, die wenigen Konter geschickt bis zum Ende zu spielen. Oder schlossen wie im Fall von Daniel Hoffmann frei vor dem Tor zu überhastet ab. Der SVW hingegen schlug, obwohl Wesendorf meist nur „lange Bälle um die Ohren geflogen“ seien, jeweils gegen Ende beider Hälften zu. Somit muss das Team aus dem Heidelandstadion weiter mit sorgenvoller Miene nach unten gucken.

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