Fußball – Kreisliga: Es kündigt sich ein torreiches Spiel in Wittingen an

Vollgas-VfL vs. wilde Wesendorfer

+
Immer im Vorwärtsgang: Der VfL Wittingen/S. (l. Boris Ruder) pflegt einen Vollgas-Fußball und wird von dieser Linie auch im kommenden Heimspiel gegen den Wesendorfer SC nicht abweichen. 

Wittingen – Hopp oder topp!? Dieses Wortspiel mit dem Namen von Wesendorfs Coach Matthias Hopp sei an dieser Stelle erlaubt vor dem kommenden Duell in der Fußball-Kreisliga. Denn in den Saisonanfängen stand sein WSC für Tore – egal in welche Richtung. . .

Und da auch der gastgebende VfL Wittingen/S. gemäß seines Naturells für Attacke bekannt ist, steht am Sonntag (15 Uhr) potenziell ein munterer Schlagabtausch in der Brauereistadt bevor.

Diese Ahnung beschleicht auch Wittingens Trainer Naim Fetahu. „Logischerweise möchte ich zu null spielen. Aber das geht nicht immer, weil wir noch nicht stabil stehen und immer ins Risiko gehen. Ich habe halt eine offensive Mannschaft.“ Und diese Veranlagung des Vollgas-Systems kann und will Fetahu nicht konterkarieren.

Wobei seine Riege auch nicht überpacen dürfe. Der Wiederaufsteiger befinde sich noch mitten in der Findungsphase nach der Rückkehr ins Gifhorner Oberhaus. „Jetzt ist Kreisliga, alle sind heiß. Aber wir müssen uns erst einmal dran gewöhnen, ein Jahr ist eine lange Zeit, wir mussten leiden.“ Das richtige Mittel aus besserer Chancenverwertung („Wir müssen gieriger sein, die Tore zu machen“) und soliderer Defensivarbeit ist gefragt beim Heimteam.

Erschwierigt durch die ständigen Rochaden. Einige wichtige Kräfte fallen langfristig aus, zudem wechselt wöchentlich das Personal. So auch gegen den WSC. Während Marcel Kerstens, Philipp Greve und Nick Schnöckel wieder zum Kader stoßen, fällt mit Frederick Heinrichs, René Schnöckel und Roni Agirman ein anderes Trio aus. Für Fetahu keine Ausrede: „Die, die da sind, müssen es richten. Wir müssen so viele Punkte wie möglich holen, solange der Kader ausgedünnt ist.“

Dünn ist auch das Einschätzungs-Vermögen von Hans Götz. Der Wesendorfer Co-Trainer tappt vor dem Auswärtsspiel ein wenig im Dunkeln. „Wenn jetzt der zehnte Spieltag wäre, könnte ich konkret sagen: Da ist was zu holen.“ So aber sind alle Eindrücke noch zu bruchstückhaft und frisch, um wirklich eine Prognose abzugeben. Zudem hätte sich sein WSC bislang noch sehr wechselhaft präsentiert. Dennoch schimmert Optimismus durch bei Götz: „Wir sind auf jeden Fall nicht chancenlos und fahren mit der guten Aussicht dorthin, einen oder sogar drei Punkte mitzunehmen.“ Was Wesendorf in den zurückliegenden acht Vergleichen aber nur zweimal gelang.

VON INGO BARRENSCHEEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare