Fußball – Kreisliga: Ummerns 3:0-Sieg über Rühen liest sich deutlicher als Verlauf

Der Vizemeister taut in Hitze spät auf

Von wegen eingekesselt: Der VfL Germania Ummern (Mitte Jannes Drangmeister) befreite sich aus der Rühener Umklammerung und feierte am Ende einen unverhofft souveränen 3:0-Auftakterfolg in der Fußball-Kreisliga.
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Von wegen eingekesselt: Der VfL Germania Ummern (Mitte Jannes Drangmeister) befreite sich aus der Rühener Umklammerung und feierte am Ende einen unverhofft souveränen 3:0-Auftakterfolg in der Fußball-Kreisliga.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Ummern – Die nackten Zahlen sprachen eine eindeutige Sprache. Doch sie trügten auch.

Denn der VfL Germania Ummern hatte den SV BW Rühen bei der Elefantenrunde zum Saisonstart in der Fußball-Kreisliga keineswegs niedergetrampelt, wenngleich ein 3:0-Sieg unter dem Strich zubuche stand.

Im Grunde hatte der amtierende Vizemeister nur das letzte Drittel des als Spitzenspiel proklamierten Openers beherrscht. Und konnte von Glück sagen, dass Rühen in zwei Phasen zuvor nicht die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor besessen hatte. Das räumte auch VfL-Coach Jörg Drangmeister ein: „Rühen hätte in Führung gehen können. Dann hätten wir womöglich Schwierigkeiten gehabt zurückzukommen.“ Auch sein Gegenüber Matthias Weiß haderte: „Wenn wir 1:0 führen, hätten wir mehr Räume bekommen. Aber hätte, wenn und aber zählt nicht.“

In der Tat zeigten die Gäste anfangs mehr Zug in ihren Aktionen. Ummern hingegen gewann kaum zweite Bälle und leistete sich Abspielfehler. „Damit konnten wir nicht zufrieden sein“, grantelte Drangmeister ein wenig. Allerdings war ja auch nichts passiert. Und so kamen die Germanen kurz vor der Pause durch Vitalij Sterz (allein vor dem Torwart) schon zu einer ersten Chance, weil Rühen zunehmend die Ordnung verlor.

Eigentlich wollten die Platzherren daran direkt anknüpfen. Pustekuchen! Auch die erste Viertelstunde des zweiten Abschnitts gehörte den angereisten Blau-Weißen. Verknüpft mit zwei Hundertprozentern durch Kevin Fries und Marvin Mühe. Wieder betrieb das Weiß-Team sehr frühes Pressing. „Uns war bewusst, dass sie das bei dem Wetter nicht durchhalten. Diese Rechnung ist irgendwo aufgegangen“, meinte Drangmeister. Der Doppelschlag durch die Kopfballtore von Vitalij Sterz und Jannes Drangmeister nahm Rühen dann den Wind aus den Segeln. Am Ende hätte Ummern „den Fußball gespielt, zu dem wir im Stande sind“, resümierte der VfL-Dirigent.

VON INGO BARRENSCHEEN

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