Eishockey – DEL: Heute Saisonstart / Grizzly Adams nach Umbruch eher bescheiden

Vize-Titel verpflichtet? EHC blockt ab

Auch wenn die Konkurrenz den Vizemeister EHC Wolfsburg zu den Gejagten zählt, so geben sich die Grizzly Adams aufgrund des großen Umbruchs mit zwölf Neuen eher bescheiden. Foto: Könnecke

Wolfsburg. Ein Vize-Titel verpflichtet? Jein. Während die Konkurrenz den EHC Wolfsburg für die heute beginnende Saison 2011/12 in der DEL erneut auf dem Zettel hat, backen die Grizzly Adams eher kleine Brötchen.

EHC-Manager Karl-Heinz Fliegauf weiß nach der bärenstarken letzten Serie: „Wir gehören jetzt zu den Gejagten!“ Wobei Wolfsburg bei den Trainertipps der 14 Eishockey-Erstligisten eher nur beiläufig erwähnt wird. Topfavoriten auf den Titel sind vornehmlich Vorjahresmeister Eisbären Berlin, die Adler Mannheim, die DEG Metro Stars und der ERC Ingolstadt. Freilich wirft die Konkurrenz aber auch ein Auge auf den vermeintlich kleinen EHC, der sich mehr als etabliert hat. Dies sei keine Bürde, meint Aufsichtsratschef Detlef Wittig. Sondern eine „schöne Herausforderung“. Es erfüllt den Klub mit Stolz, dass sein Gewicht in der Liga zugenommen hat.

Nichtsdestotrotz rufen die Verantwortlichen bescheidene Ziele aus. „Wir haben viele neue Spieler, müssen erst eine Einheit werden“, betont Trainer Pavel Gross. Er stehe vor seiner „schwierigsten Saison“ überhaupt mit den Grizzlys angesichts des Personal-Schnitts. Auch Wittig spricht von einem „gewaltigen Umbruch“, der womöglich Zeit erfordere. Deshalb bat er die EHC-Fans vor Saisonbeginn auch um Geduld. Die vorsichtige Vorgabe für Wolfsburg lautet Platz zehn – sprich das Erreichen der Play-Offs. Ansonsten will Gros einfach nur ein „unangenehmer Gegner“ sein. Wie schon in der Vergangenheit.

Euphorie hat der Vize-Titel in Wolfsburg nicht entfacht. Mit 850 Dauerkarten ist der Absatz auf dem Vorjahres-Niveau stagniert. Zum Start am heutigen Freitag (19.30 Uhr) zuhause gegen die Straubing Tigers rechnet der EHC eher nicht mit einer großen Kulisse. Und auch nicht mit Neuzugang Stephen Werner: Der Mittelstürmer (Oberschenkelprobleme) kann wohl frühestens am Sonntag im Härtetest beim ERC Ingolstadt (19.30 Uhr) eingreifen. Benedikt Schopper (Bänderdehnung im Knie) ist dagegen eine Option für das Auftakt-Wochenende in der DEL.

Von Ingo Barrenscheen

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