Frauenfußball – DFB-Pokal, Finale in Köln: Wolfsburg will letztes Kellermann-Spiel mit Titel versüßen

Der vierte C(o)up als i-Tüpfelchen!?

Für Babett Peter (l.) könnte es der fünfte Pokalsieg werden.
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Für Babett Peter (l.) könnte es der fünfte Pokalsieg werden.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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dpa/ib Köln. Jeder Titel ist besonders. Dieser aber hätte ohne Frage noch einen Schuss mehr Extravaganz:

Die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg können ihrem Cheftrainer Ralf Kellermann am heutigen Sonnabend in der Neuauflage des DFB-Pokal-Endspiels gegen den SC Sand in Köln (16.15 Uhr/ARD) den Abschied versüßen. Obendrein kann Abwehrspielerin Babett Peter ihren persönlichen Cup-Rekord ausbauen.

Für die Wölfinnen wäre es der mittlerweile vierte Pokal-Triumph in ihrer Erfolgs-Geschichte. Für Peter selbst sogar Nr. 5 – wohl gemerkt mit drei verschiedenen Vereinen! Das hat vor ihr noch keine deutsche Spielerin geschafft. „Pokalendspiele sind die Highlights, auf die ich mich die ganze Saison freue“, betont die 29 Jahre alte Peter vor dem abermaligen Finale gegen den kleinen Dorfverein aus der Gemeinde Willstätt in Baden-Württemberg. „Es ist jedes Mal total schön, den Pott in die Höhe zu halten.“

Das geht Kellermann genauso. Doch wie Peter steht für ihn heute im Rhein-Energie-Stadion nicht das Persönliche im Mittelpunkt. „Meine Rolle darf nur eine ganz kleine sein. Die Mannschaft soll alles ausblenden, sich nur auf das Spiel konzentrieren und mit dem zweiten Titel für eine außergewöhnliche Saison belohnen.“

Volle Konzentration wird auch vonnöten sein. Ohne Frage geht der VfL als Favorit ins Finale, erfuhr aber nicht nur im Vorjahr, wie unbequem Gegner Sand sein kann. „Wir haben es auch beim 0:0 in der Hinrunde miterlebt, dass Sand in der Lage ist, jede Mannschaft in Deutschland vor Probleme zu stellen.“ Hinzu komme die „einmalige Atmosphäre“ in Köln. Bisher sind 15000 Karten abgesetzt. „Das setzt besondere Kräfte frei. Deshalb sind wir, genau wie im letzten Jahr, gewarnt.“

Im Vorjahr bezwang seine Riege den Underdog mit 2:1, tat sich aber schwer. Kellermann, der in seinem letzten Match als Chefcoach auf Vorjahres-Heldin Zsanett Jakabfi, Jana Burmeister, Lena Goeßling sowie vielleicht auch auf Lara Dickenmann verzichten muss, erwartet wieder ein enges Match.

SCS-Trainer Richard Dura beurteilt die Chancen des Außenseiters derweil realistisch. „Die Rollen sind klar verteilt“, sagte er. „Aber wir haben eine kleine Chance und wollen das Beste daraus machen.“

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