Handball – Verbandsliga: Erste Saisonniederlage bei Eintracht Hildesheim II

Zu viele „Mismatches“: SG erliegt halbem Drittligisten

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In der Vorsaison reichte es noch für zwei Siege. Nun die Niederlage: Die SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Lars Erxleben) kassierte bei Eintracht Hildesheim II die erste Saisonpleite und musste damit auch die Tabellenführung einbüßen. 

Hildesheim. Eigentlich heißt es, dass das Glück mit dem Spitzenreiter ist. Von wegen! Trainer Christian Gades hatte es schon vor dem Anpfiff befürchtet und seine kühnsten Vorstellungen wurden Realität.

Gleich vier Spieler aus der Drittliga-Mannschaft standen für Eintracht Hildesheim II auf dem Parkett und sollten an diesem Tag den Unterschied machen. Denn das Quartett warf zusammen insgesamt 22 Treffer, besiegelte damit fast im Alleingang die 20:30-Pleite der SG VfL Wittingen/Stöcken am vierten Spieltag der Handball-Verbandsliga.

„Ich hatte es bei dem Blick auf den Spielplan der dritten Liga fast schon geahnt. Das ist dann eben einfach Pech! Wenn du solch eine Qualität auf die Platte bringst, hast du fast keine Chance“, musste Gades eingestehen. Der Coach der SG VfL Wittingen/Stöcken sah wackelige erste Minuten seiner Schützlinge. Von einfachen Fehlern bis zu nicht verwerteten Torchancen – bei den Gästen lief nicht viel zusammen. Daraus resultierten Unmengen an Tempogegenstößen, die Hildesheim eiskalt verwertete und damit zügig auf 4:1 davonzog. „Vor allem am Kreis hatten wir ein Mismatch, das wir nicht ausbügeln konnten“, seufzte Gades. Doch mit der Zeit akklimatisierten sich die Brauereistädter, standen kompakter in der Defensive und meldeten sich somit zurück in der Partie – 5:4 (10.).

Es schien, als könnten die Wittinger das Ruder herumreißen. Die Miene von Gades wurde fröhlicher, als die Eintracht die erste Zwei-Minuten-Strafe kassierte. Doch Pustekuchen! Zweimal gestalteten die Gäste das Spiel in Überzahl, doch es sollte nichts dabei herumkommen. Im Gegenteil: Die Eintracht machte einen großen Satz und spurtete auf 12:6 davon. „Hildesheim hat einfach clever verteidigt, das muss man dann auch mal anerkennen. Und wir haben vorne unsere Tore nicht gemacht. Das war das größte Manko“, gestand Gades ein.

So plätscherte die Partie nach dem Seitentausch so vor sich hin. Hildesheim ließ nichts mehr anbrennen und Wittingen ging teilweise zu überhastet mit seinen Abschlüssen um. Auch deswegen endete die Begegnung mit einem ungefährdeten 30:20-Erfolg für Eintracht Hildesheim II.

„Wir hätten es auch enger gestalten können. Ich mache der Mannschaft absolut keinen Vorwurf. Gegen den Kader war einfach nichts zu holen“, bilanzierte der SG-Coach.

Von Jannis Klimburg

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