Fußball – Bezirksliga: VfL Wahrenholz wehrt sich tapfer gegen Mörse und verliert doch klar mit 2:5

Zu viel Rumpfteam am Ende...

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Sie verkauften sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr teuer: Den Wahrenholzer Kickern (r. Jonas Garz) ging gegen Mörse erst in der Schlussphase der Saft aus.

Wahrenholz. Jens Sölter war hin- und hergerissen. Seine „Rumpf-konstruierte Mannschaft“, wie er so schön formulierte, hatte im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles Erdenkliche ausgeschöpft und war nah dran gewesen am Überraschungs-Punktgewinn in der Fußball-Bezirksliga gegen die TSG Mörse.

Unterm Strich stand dann aber doch ein 2:5 für das am Ende nur noch zu zehnt agierende Taterbusch-Team. „Schon eine Klatsche“, meinte der Interimscoach. „Aber man muss auch die Verhältnismäßigkeit sehen. “.

Zumal es eine durchaus verschmerzbare Niederlage war. Denn auch der Tabellendrittletzte TSV Vordorf, auf den sich alle Augen im Abstiegskampf richten, ging in seinen zwei Pfingst-Partien beim Spitzenduo aus Gamsen (0:3) und Reislingen-Neuhaus (0:6) leer aus. Es bleibt also bei fünf Zählern Vorsprung für Wahrenholz auf die Gefahrenzone. Mit Blick auf den alten, neuen Status quo war Sölter dann doch halbwegs besänftigt: „Nicht ganz so doll aua...“

Zumal er seinem Notnagel-Team keinen Vorwurf machen konnte. Alle schmissen sich voll ins Zeug und hielten die Begegnung lange offen gegen einen Gegner, den Sölter „ein bisschen stärker erwartet hatte“. Mörse gewährte dem VfL durchaus Angriffsflächen und diese nutzten die Platzherren zunächst auch aus. Nach einem Konter gelang Jan-Patrick Schön die Führung (27.). Der Stadionsprecher hatte das Tor kaum verkündet, da war das Ergebnis auch schon überholt: Ein Stellungsfehler führte zum Blitz-Ausgleich. „Dann hat Mörse Morgenluft gewittert“, meinte Sölter. Sein Team wiederum geriet „ins Schwimmen“. Einmal parierte Torwart Benjamin Pohl, zweimal stand Wahrenholz das Aluminium zur Seite. Trotzdem fiel noch vor der Pause das 1:2 (40.).

Dennoch alles halb so wild. Das sah auch Sölter so. „Man hat gemerkt: Mensch, das geht ja irgendwie.“ Doch dann brach die bittere 69. Minute an: Mörse erhöhte, Wahrenholz musste obendrein verletzungsbedingt zweimal tauschen – nachdem kurz zuvor schon Timo Gipser gekommen war. „Das war schon ein bisschen chaotisch“, gab Sölter zu. Doch der Joker aus der Zweiten stach direkt zum 2:3-Anschlusstreffer zu. Wieder ein Hoffnungsfunke für Schwarz-Gelb. Doch als Schön mit einer Oberschenkel-Zerrung vom Feld musste und das Auswechselkontingent bereits erschöpft war, standen Tür und Tor offen für die blitzschnell umschaltenden Gäste. Sölter: „Das 2:4 war der Schlussstrich.“ Am Ende fehlte schlichtweg Qualität und Kraft, um noch einmal zurückzukommen.

Von Ingo Barrenscheen

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