Fußball-Duo kickt nun für die Wolfsburger U14

Keno Werner und Max Herrewig: Zwei Nordkreis-Talente schaffen Sprung in die VfL-Akademie

Der Hankensbütteler Keno Werner (l.) und der Suderwittinger Max Herrewig haben den Sprung in die Nachwuchsakademie des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg geschafft und sind von den Umwälzungen im dortigen Jugendbereich nicht betroffen.
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Seit der U10 und U12 spielen der Hankensbütteler Keno Werner (l.) und der Suderwittinger Max Herrewig in der Nachwuchsabteilung des VfL Wolfsburg. In der nächsten Saison spielen beide für die U14 der Grün-Weißen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Änderungen im großen Stil kündigte der Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg kürzlich für seinen Jugendbereich an. Von Abmeldungen bis Ausgliederungen der Jugendmannschaften ist alles dabei. Zwei VfL-Kicker aus dem Nordkreis, Max Herrewig und Keno Werner, betrifft die Talentschmiede-Reform allerdings nicht. Sie wurden vor kurzem offiziell in die U14 des VfL und damit in die Nachwuchsakademie der Wölfe hochgezogen.

Duo von den Umstrukturierungen bei den Wölfen nicht betroffen

Der eine steht zwischen den Pfosten und hält den Kasten sauber. Der andere wirbelt durch das gegnerische Mittelfeld. Und das Ganze ab jetzt offiziell für die VfL-Jugendakademie. Mit diesem Schritt bleiben Max Herrewig und Keno Werner von den weitreichenden Änderungen in der Nachwuchsarbeit verschont. Die Mannschaften von der U10 bis zur U13 sollen an die umliegenden Partnervereine ausgegliedert werden. Anschließend werden die entsprechenden Mannschaften des VfL abgemeldet. Bis zur U13 gehören die Mannschaften nämlich zum ursprünglichen VfL Wolfsburg e.V., dem 1945 gegründeten Verein für Leibesübungen. Ab der U14 sind die Mannschaften indes Teil der eigenständigen VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, welche 2001 durch die Ausgliederung der Profi-Mannschaft aus dem eingetragenen Verein entstand. Schon ab der U14 gilt also ein Stück weit Profitum.

Profitum lässt grüßen: Drei bis vier Trainingseinheiten die Woche

Und so wird auch trainiert. Zwischen drei und vier Mal die Woche geht es im Moment für Keno und Max zum Wolfsburger Nachwuchszentrum am Berliner Ring. Einmal pro Woche werden die Nachwuchskicker vor Betreten des Geländes auf Corona getestet. Dann geht es auf den Platz, mit Trainer und Assistent, Torwarttrainer, Physios und Zeugwart. Da kann so mancher Kreisklassen-Kicker schon neidisch werden. Ein einziges Zuckerschlecken ist die ganze Angelegenheit jedoch nicht. Schule und Training müssen erst einmal unter einen Hut gebracht werden. „Auf dem Weg zum Training hat er öfter mal Bücher oder Hefte zum Lernen dabei, das bringt das Ganze eben mit sich. Das ist manchmal schon eine Sache der Koordination“, sagt Deeke Werner, Kenos Vater. Den Spaß an der ganzen Sache verlieren die beiden dadurch allerdings nicht. „Ich hatte noch nie das Gefühl, dass er keine Lust hat. Er wollte bis jetzt immer zum Training“, erzählt Peter Herrewig, Vater von Max.

Auf dem Weg zum Training hat er öfter mal Bücher oder Hefte zum Lernen dabei, das bringt das Ganze eben mit sich. Das ist manchmal schon eine Sache der Koordination.

Deeke Werner, Sohn von VfL-Talent Keno Werner, zur Vereinbarkeit von Trainings-Aufwand und Schule

Das gemeinsame Fußball-Abenteuer begann für die Jungs aus Suderwittingen und Hankensbüttel bereits vor ein paar Jahren. Beide stiegen in unterschiedlichen Altersklassen ein. Max Herrewig wurde in der U12 der Kreisauswahl von den Wölfen gesichtet. Was folgte, waren mehrere Probetrainings. Nach der dritten Einheit wurde der Zwölfjährige übernommen. Keno Werner kam schon etwas früher zu den Grün-Weißen. Nach dem Umzug der Familie nach Hankensbüttel ging alles ganz schnell. Zur Zeit des Umzugs war vom VfL ein öffentliches Probetraining für Kinder unter zehn Jahren ausgeschrieben. „Wir haben dann überlegt, ob wir Keno erst im Dorfverein anmelden, oder eben direkt die Chance beim VfL suchen. Keno wollte es natürlich sofort beim großen VfL Wolfsburg probieren“, schmunzelt Deeke Werner. Zu Beginn seien gut 120 Kinder zum Training erschienen. Beim zweiten Training sei es dann noch gut die Hälfte gewesen. Nach der zweiten Einheit kam der Anruf der VfL-Trainer. Keno war unter dem glorreichen Dutzend.

Nunmehr spielen die beiden gemeinsam für die U14 der Jungwölfe. Die ersten Trainingseinheiten im Leistungszentrum haben sie hinter sich, das erste Testspiel ist bestritten.

Darum agiert der VfL Wolfsburg jetzt mit Partnervereinen von der U10 bis U13

„Der VfL Wolfsburg geht in der Nachwuchsarbeit neue und innovative Wege, um die Förderung von Talenten zu optimieren und den Anforderungen der Ausbildung von Spielern im modernen Fußball noch besser und zielgerichteter gerecht zu werden.“ So heißt es auf der Website des VfL Wolfsburg. Gemeint sind die Auslagerungen der Jahrgänge U10 bis U13. Ab diesem Sommer stellt der VfL keine U10- bis U12-Mannschaften. Ab Sommer 2022 wird dann auch die U13 abgemeldet. Die Spieler des VfL aus diesen Jahrgängen werden zu den Vereinen BSC Acosta, VfB Fallersleben, MTV Gifhorn und SSV Vorsfelde ausgegliedert. Diesen Schritt begründete der VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer damit, dass die Spieler durch dieses neue System so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld spielen können. Gleichzeitig würden die Partnervereine gestärkt und durch den großen Austausch würde die Zahl der Nachwuchsspieler weiter steigen. 

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