Brauereistädter müssen Nachfolger suchen

VfL Wittingen/S.: Trainer Naim Fetahu hört im Sommer auf!

Naim Fetahu wird am Ende der laufenden Saison als Trainer des Fußball-Kreisligisten VfL Wittingen/Suderwittingen aufhören. Er fühlte sich zu lange bei der Organisation seiner Mannschaft allein gelassen.
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Fühlte sich zu lange bei der Organisation der ersten Herren allein gelassen: Naim Fetahu hat im Frühherbst 2021 verkündet, dass er nach dieser Saison als Trainer des VfL Wittingen/S. aufhören wird.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Sein Entschluss steht unumstößlich fest. Und das schon seit dem ersten Saisonspiel gegen den SV Rühen. Naim Fetahu wird, wie er dem IK bestätigte, im kommenden Sommer als Cheftrainer des Fußball-Kreisligisten VfL Wittingen/Suderwittingen aufhören!

Eine Nachricht, die die Verantwortlichen im ersten Augenblick selbstverständlich schockte. „Natürlich kam das überraschend. Das mussten wir erst einmal sacken lassen“, bestätigte VfL-Abteilungsleiter Thomas Engwer, nachdem Fetahu auf den Vorstand zugekommen war. Immerhin hätte der Coach bislang seit seiner Rückkehr im Jahr 2018 in seiner zweiten Wittinger Amtszeit „gute Arbeit geleistet“. Nach dem Sturz in die 1. Kreisklasse führte Fetahu die Brauereistädter direkt zurück ins Gifhorner Oberhaus und etablierte das Team dort. Auch mit vielen Neuzugängen, die er an Land zog.

Doch er sei schlichtweg „nicht mehr zufrieden“, gibt Fetahu als Grund für seinen avisierten Rücktritt an. Was rein gar nichts mit der Mannschaft oder dem durchwachsenen Saisonstart (vier Pflichtspiele, ein Sieg) zu tun hätte. Der Verein würde über „beste Möglichkeiten“ verfügen. Doch ihm fehlte bei der Organisation der ersten Herren, immerhin das Aushängeschild, die Unterstützung und Initiative seitens der Führungsriege. „Der Trainer ist nicht für alles zuständig“, meint Fetahu. Deshalb traf er sich die Entscheidung, nach der laufenden Saison aufzuhören. Schweren Herzens wohlgemerkt. „Ich bin VfLer! Das ist nicht so einfach für mich, das sind meine Jungs. Ich mache das mit Leidenschaft und ziehe auch bis zum Ende durch.“

Seine genauen Beweggründe hat er dem VfL mitgeteilt. Teils hätte er ihm Recht gegeben, teils nicht, sagt Engwer. Der Wittinger Fußball-Chef unterstreicht wohlgemerkt: „Die Saison wird mit ihm durchgezogen, wir gehen im Guten auseinander.“

Der Vorstand hätte auch schon mit der Mannschaft gesprochen und mit Blick in die Zukunft betont: „Es mag sein, dass viele wegen Naim zu uns gekommen sind. Aber Naim ist nicht der VfL.“ Soll heißen: Das Gebilde soll im Sommer möglichst nicht bröckeln, nur weil der Trainer geht. Entsprechende Negativbeispiele hat es in der Vergangenheit gegeben. Siehe den TuS Neudorf-Platendorf...

Fetahu hat den VfL bewusst frühzeitig in Kenntnis gesetzt, damit dieser in Ruhe nach einem Nachfolger forschen kann. Die Sparte hätte auch schon „ein paar Angelruten ausgelegt“, so Engwer. „Wir wollen möglichst bis zum Winter einen neuen Trainer präsentieren.“

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