Fußball – Bezirksliga B

VfL Wahrenholz - FC Brome: Gedämpfter Prickel-Faktor beim Gipfeltreffen

Die Bromer Hintermannschaft guckt Marlon Jansen beim Schuss zu.
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Im Hinspiel lieferten sich der VfL Wahrenholz (beim Schuss Marlon Jansen) und FC Brome (v. l. Vladimir Nedic, Brian Schulze, Riaan-Philipp Schmidt, Yannick Mühe) einen packenden Schlagabtausch beim 3:3. Ob es auch dieses Mal so spannend zugeht?
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Obwohl das Aufeinandertreffen des VfL Wahrenholz mit dem FC Brome das Rennen um die Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga B beschließen wird, fehlt das letzte Prickeln.

Wahrenholz – Das Beste zum Schluss. Rein tabellarisch trifft dies de facto zu, wenn der VfL Wahrenholz und FC Brome am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr die Qualifikationsphase in der Fußball-Bezirksliga, Staffel B, beschließen. Es ist das Duell um den Gruppensieg. Respektive die „Goldene Ananas“, wie VfL-Coach Thorsten Thielemann den vermeintlichen Showdown deklariert. In beiden Lagern wird im Vorfeld deutlich: Die letzte (An-) Spannung ist raus.

Die Wahrenholzer hatten ohnehin nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie keinen gesteigerten Wert auf Platz eins in der Staffel legen. Was zählt, war und ist der Sprung in die Aufstiegsrunde. „Ich will es gar nicht verheimlichen: Man sieht es alles ein bisschen lockerer – auch wenn es im Nordkreis-Derby gegen Brome geht“, gibt Thielemann unumwunden zu. Und doch steckt er im Zwiespalt. „Man will ja auch nichts abschenken.“ Erst Recht nicht, weil sich der VfL-Coach noch unvermindert an der schwachen Darbietung aus der Vorwoche in Wilsche (2:3) stört. „Das hat mich geärgert. Da haben wir etwas gutzumachen. Ich erwarte, egal wer spielt, dass wir uns den Arsch aufreißen.“ Also doch eine Triebfeder.

Interessanterweise hat sich auch die Sichtweise beim Gast aus Brome gewandelt. Die Absichtserklärung, sich die Gruppen-Krone aufzusetzen, ist nicht mehr unbedingt gültig vor dem Gipfeltreffen am Taterbusch. „Die Situation hat sich verändert“, sagt FCB-Coach Mark-Oliver Schmidt. Bei der unverhofften 1:2-Heimpleite gegen den MTV Gamsen sei offensichtlich geworden, dass sich einige durch Krankheit oder Verletzung angeschlagene Akteure etwas übernommen hätten. „Wir hatten nur zwei Spieler in Normalform, der Rest war eher unterirdisch.“ Die Grippewelle plagt die Bromer schon eine Weile. Mittlerweile „ist sie auch bei uns gelandet“, ergänzt Thielemann aus Wahrenholzer Warte. Er muss obendrein auf Daniel Müller (Urlaub) und Jan Reitmeier (Arbeit) verzichten. Schmidt betont seinerseits: Ihn hätten einige seiner Schützlinge mit Blick auf die Partie gegen den Lokalrivalen „fast gebeten: Lass mich nicht spielen...“

Freiwillig auf den Kampf um die Nordkreis-Krone verzichten: Das sagt schon viel darüber aus, dass der eigentliche Prickel-Faktor nur noch gedämpft vorhanden ist. „Der Fokus geht schon in Richtung Aufstiegsspiele, in die Zukunft“, bekräftigt Schmidt. Nichtsdestotrotz hält er es genau wie sein Gegenüber: „Ich glaube nicht, dass es deshalb ein lahmarschiges Spiel wird. Selbst die, die aus der zweiten Reihe kommen, werden versuchen, Vollgas zu geben.“

Abwarten, wer also am Sonntag nach dem Mittagessen mehr Appetit auf die süße Nachspeise aus Goldener Ananas entwickelt.

Auf- und Abstiegsrunde: Spielpläne am Montag? Hehlingen als Hinkefuß

Die Qualifikationsphase in der Fußball-Bezirksliga befindet sich unmittelbar vor dem Zieleinlauf. Mit einer Ausnahme (der TSV Hehlingen bestreitet am kommenden Mittwoch noch ein Nachholspiel gegen den SV Reislingen-Neuhaus) endet am Sonntag in allen zwölf Braunschweiger Staffeln die Vorrunde. Im Anschluss ist eine Woche Verschnaufpause, ehe ab dem 7. November zwischen Harz und Heide die Auf- und Abstiegsrunden eingeläutet werden.

Während sich in vielen anderen Gruppen die Spreu längst vom Weizen getrennt hat, sind aus der Bezirksliga 1 bislang nur der FC Brome, VfL Wahrenholz, SV Barnstorf und VfB Fallersleben für das anschließende Neuner-Feld im Kampf um das Landesliga-Ticket qualifiziert. Viele Entscheidungen fallen also auf den letzten Metern. Direkt am Montag will dann der Bezirks-Spielausschuss zusammenkommen und, so weit möglich, die neuen Spielpläne für die Auf- und Abstiegsrunde fertigen. Wobei durch die Hehlinger Partie (der TSV hat noch die Chance auf den Sprung nach oben) dann womöglich noch ein Fragezeichen besteht. „Ich zweifle daran, dass am Montag schon alles in trockenen Tüchern ist. Aber einen Grundriss werden wir in jedem Fall schon einmal erstellen – dann hätten wir zumindest eine gewisse Klarheit“, erklärte Bernd Naujoks, Staffelleiter der Bezirksliga 1. Die künftigen Paarungen werden dann anhand von Schlüsselzahlen ermittelt. Die Klubs werden gebannt auf das Programm warten.

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