Germania verstärkt sich mit verlorenem Sohn

Christian Sterz kehrt zurück zum VfL Ummern

Christian Sterz (l.) wechselt vom TuS Platendorf zurück zu seinem Heimatverein VfL Germania Ummern.
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Ein Bild im alten und bald auch wieder neuen Trikot: Christian Sterz (l.) kehrt zum VfL Germania Ummern zurück.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Im Grunde lag diese Rückhol-Aktion auf der Hand. Der VfL Germania Ummern musste nur zuschnappen. Und hat dies auch getan. Mit Christian Sterz kehrt ein verlorener Sohn zurück an seine alte Wirkungsstätte, verstärkt den immer noch jungfräulichen Fußball-Bezirksligisten zur neuen Saison.

Mittelfeldspieler lehnte andere Anfragen ab

Ummern - Aus der Zeitung hatte Marvin Kuhls von der bevorstehenden Auflösung des Staffelrivalen TuS Neudorf-Platendorf erfahren. „Da sind wir natürlich hellhörig geworden!“, sagt Ummerns Spartenleiter. Immerhin war das jüngste Mitglied des Sterz-Trios erst vor der nunmehr annullierten Spielzeit ins Moor gewechselt und hatte, neben Jannes Drangmeister (SSV Kästorf), ausgerechnet beim größten Erfolg der Vereinsgeschichte eine große Lücke aufgerissen. Also klopfte Kuhls bei seinem Ex-Mitspieler an. „Der Kontakt war ja nie so richtig abgerissen.“ Direkt das erste Gespräch verlief positiv. „Christian war nicht abgeneigt und gleich offen für uns, hatte auch das ein oder andere Angebot – aber die hat er alle abgesagt“, schildert Kuhls, der beim VfL das Tor hütet. Ein Fragezeichen bestand nur aufgrund der Arbeit: Sterz ist von der Bundeswehr aus zwischen Hamburg und Bremen stationiert. „Aber wir sind auf einen Nenner gekommen, mit dem wir beide leben können.“ Und zack war der altbekannte Neuzugang eingetütet.

Es scheint ja bei uns im Verein nicht so schlecht zu laufen, wenn die Spieler immer wieder zurückkommen. Das ist ein gutes Argument.“

Ummerns Spartenleiter Marvin Kuhls erhofft sich durch den Heimkehrer vielleicht weitere Neuzugänge

Stolz auf die Rückholaktion

„Wir sind ganz stolz darauf, dass er zurückkommt“, betont Kuhls. Immerhin sei Sterz im Germanen-Aufstiegsjahr „einer von drei großen Leistungsträgern“ gewesen. Entsprechend schmerzlich war der Verlust angesichts des Sprungs ins Abenteuerland Bezirksliga. Doch wie es der Zufall so will, darf Ummern nach einem kleinen Schnupperkurs (Kuhls: „Alles ist schneller und intensiver“) sich noch einmal probieren dank des Saison-Abbruchs – dann mit Christian Sterz.

Noch gesucht: Ein weiterer Knipser neben Vitali Sterz

Dessen Verpflichtung hätte womöglich auch Signalwirkung. Kuhls: „Es scheint ja bei uns im Verein nicht so schlecht zu laufen, wenn die Spieler immer wieder zurückkommen. Das ist ein gutes Argument.“ Für potenzielle andere Kandidaten. Zwei, drei weitere gute Akteure würden den Germanen in der Breite noch gut zu Gesicht stehen, meint der Fußball-Chef. Vor allem ein entlastender Nebenmann für Torjäger Vitali Sterz. „Wir bräuchten einen spielstarken Wandspieler, der auch im Abschluss stark ist.“ Ob sich wohl jemand für dieses Portfolio finden lässt?

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