Wittinger Mini-Abteilung findet keinen neuen Vorstand und wird praktisch aufgelöst

VfL: Aus für Leichtathletik-Sparte!

+
Absehbares Aus: Die Leichtathletik-Sparte des VfL Wittingen/Suderwittingen ist künftig nur noch auf dem Papier existent.

ib Wittingen. Im Briefkopf des Stammvereins wird die Abteilung zwar weiterhin formell auftauchen: Doch im Grunde wird die Leichtathletik-Sparte des VfL Wittingen/Suderwittingen alsbald aufgelöst! Das war das traurige Ergebnis der Spartenversammlung am vergangenen Dienstag.

Für die ohnehin kleine Gruppe fand sich schlichtweg kein Vorstand mehr. Und ohne Führungsriege keine Abteilung.

Eine Entwicklung, die sich bereits seit längerer Zeit abgezeichnet hatte. Spätestens, als der bisherige Spartenleiter Friedhelm Rau bei der Versammlung zwei Jahre zuvor definitiv seine letzte Amtszeit angekündigt hatte. „Da habe ich schon eine Serie drangehängt. Aber es ist mir nicht gelungen, einen Nachfolger für meinen Posten zu finden.“ Damit war das Aus der Wittinger Leichtathleten praktisch besiegelt. „Ich wusste, wenn ich Nein sage, werden die anderen auch nicht mehr bereit sein weiterzumachen.“ So kam es vor wenigen Tagen im Hotel Bennett’s dann auch. Sowohl für das Amt des Abteilungsleiters als auch des Schriftführers wurden auch spontan am Abend aus der Versammlung heraus keine Kandidaten mehr zutage gefördert. Daraufhin trat auch Raus Stellvertreterin Dagmar Kustosz zurück, Kassenwartin Gerlinde Rau kann ihre Aufgaben aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen. Friedhelm Rau bedauert den Niedergang. „Es tut mir leid.“ Immerhin hatte er der Abteilung allein 23 Jahre vorgestanden und insgesamt über 40 Jahre lang mehrere Posten bekleidet.

Nur gut, dass am Dienstag der VfL-Gesamtvorsitzende Otmar Mertens zugegen war. Nach einer kurzen Diskussion akzeptierten die acht anwesenden Mitglieder den Beschluss, die Leichtathletik-Sparte gewissermaßen aufzulösen. Wobei Rau erklärte: „Sie wird weniger aufgelöst als in den Ruhestand versetzt. Sonst müsste man das Vereinsregister ändern.“ Um dies zu vermeiden, machte Mertens den Vorschlag, dass die 20 verbliebenen Mitglieder in eine andere Wittinger Abteilung umsiedeln könnten. Wahrscheinlich zu den Berg- und Wintersportlern, „zumal die Beiträge ähnlich sind“, so Rau.

So könnten womöglich die Freizeit-Volleyballer, eventuell verstärkt durch Zugänge aus der neuen Sparte, ihren Spielbetrieb aufrecht erhalten. Denn auch dieser Zweig war in den vergangenen Jahren immer schwächer geworden. Teilweise waren in der jüngeren Vergangenheit Übungsabende durch den Schwund auch ausgefallen. Der letzte wirkliche Leichtathlet hatte sich schon vor geraumer Zeit mit Wolfgang Peter-Böse verabschiedet.

Rau peilt am, die Geschäfte bis zum Quartalsende am 31.  März abgewickelt zu haben. VfL-Boss Mertens sagte zu, die Auflösung zügig voranzutreiben. Auf dem Papier würde die Leichtathletik erhalten bleiben. Auch für den Fall, dass sich später wieder Ehrenamtliche finden, die den Betrieb wiederbeleben.

Der hingegen florierende Sportabzeichen-Stützpunkt (über 300 erfolgreiche Teilnahmen 2017!, auch dank der Rekorde bei der Grund- und Oberschule sowie IGS Wittingen) sei davon nicht betroffen, sondern „sowieso autark“, meinte Rau. „Wir haben nur die Infrastruktur gestellt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare