Alte Seilschaft löst das Germania-Problem

Trainer-Nachfolge geklärt: Hartmut Müller übernimmt den VfL Ummern

Hartmut Müller übernimmt zur Saison 2021/22 den Fußball-Bezirksligisten VfL Germania Ummern als Trainer.
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Er gibt künftig beim VfL Germania Ummern die Richtung vor: Hartmut Müller, bislang beim SV Westerbeck tätig, will die erfolgreiche Entwicklung des Bezirksligisten ab Sommer fortführen.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Beim VfL Ummern bricht ab Sommer eine kleine Zeiten-Wende an. Viele Jahre lang war die Handschrift des blau-weißen Fußball geprägt vom Germania-Gen. Und damit überaus erfolgreich unter Michael Alms und Jörg Drangmeister. Der künftige Coach hingegen kommt nicht aus dem inneren Zirkel. Hartmut Müller tritt in zur neuen Saison in die großen Fußstapfen seiner Vorgänger beim Bezirksligisten! Aber wie heißt es so schön: Jedem Neuanfang wohnt ein Zauber inne.

Darauf setzt auch Marvin Kuhls, der nun endlich Vollzug bei der T(rainer)-Frage vermelden konnte. Drangmeister hatte bekanntlich von langer Hand seinen Abschied angekündigt, seither lief die Fahndung. „Wir sind froh, nun einen guten Trainer gefunden zu haben“, sagt Ummerns spielender Spartenleiter. In den vergangenen Jahren hätte der VfL „das Maximum an Erfolg“ gehabt. Auch weil Alms und Drangmeister als eingefleischte Ummeraner „optimal reingepasst“ hätten. Doch in Kuhls’ Augen ist nunmehr „frischer Wind von außen vielleicht auch nicht so verkehrt. Ich hoffe, die Jungs sind offen für etwas Neues.“

Frischer Wind von außen ist vielleicht auch nicht so verkehrt. Ich hoffe, die Jungs sind offen für etwas Neues.“

Ummerns Spartenleiter Marvin Kuhls zum auswärtigen Trainer Hartmut Müller

Auch Müller, den Kuhls noch aus gemeinsamen Zeiten bei der SV Leiferde kennt (so kam auch der Kontakt zustande), sieht in der Aufgabe nach dem Schnitt „einen großen Anreiz“, bekräftigt der künftige Übungsleiter. Beim SV Westerbeck hatte er sich zuletzt im Hintergrund um Marketing-Angelegenheiten gekümmert, fing nach zwei Gesprächen mit den VfL-Verantwortlichen aber direkt wieder Feuer. Er sei, ohne größere Unterbrechung, seit 1986 pausenlos im Amateurfußball-Geschäft tätig. „Das lässt einen einfach nicht los. Ich habe auch Westerbeck gesagt, dass ich meiner Leidenschaft folgen will.“

Müller zollt dem „Riesen-Erfolg“ der letzten Jahre Respekt

Auch weil er in Ummern ein gut bestelltes Feld vorfindet. „Für so einen kleinen Ort und den dünnen Kader haben sie in den letzten Jahren richtig viel erreicht. Ein Riesen-Erfolg. Da muss also Potenzial da sein, sonst hätten sie das nicht wuppen können“, betont der 60-Jährige. Von der Güte der Germanen konnte er sich bis 2019 noch selbst überzeugen, sein letztes Duell als Cheftrainer verlor er mit dem SVW 0:4 gegen die Schützlinge in spe. Müller will sein neues Team in der Bezirksliga etablieren. „Ich versuche, das was erreicht wurde, zu stabilisieren. Damit wir drin bleiben in der Liga.“

Kuhls sieht eine gute Wahl für den „eingeschworenen Haufen“

Aus eigener Erfahrung ist Kuhls überzeugt, einen guten Fang getätigt zu haben. „Man weiß nicht bei allen Trainern, wie sie ticken. Bei Hartmut weiß ich es ganz genau, wie er es aufzieht. Es muss fachlich wie menschlich passen.“ Müller sei ehrgeizig, hätte das richtige Einfühlungsvermögen für die Spieler. Beim „eingeschworenen Haufen“ in Ummern ganz wichtig.

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