Fußball – Bezirksliga: Last Minute-Pleite für wiedererstarkte Wahrenholzer

Es ist zum Verzweifeln...

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Unschuldslamm trifft Pechvogel: Während sich der Wahrenholzer Lars Koch (r.) über einen nicht gegebenen Elfmeter echauffiert, winkt Gifhorns Spielertrainer Tino Gewinner (l.) ab. Der VfL lag auch am Ende wieder einmal am Boden trotz guter Leistung.

Wahrenholz. Das Glück ist nicht immer mit den Tüchtigen. Obwohl das Sorgenkind VfL Wahrenholz am gestrigen Abend eindeutig zeigte (vor allem den eigenen Fans), dass noch jede Menge Leben in ihm steckt, nahm das Heimspiel gegen die SV Gifhorn in der Fußball-Bezirksliga ein bitteres Ende.

Nach der 1:2 (0:1)-Niederlage in allerletzter Minute blieben dem gebeutelten Taterbusch-Team nur aufmunternde Schulterklopfer für einen moralischen Sieg.

Interimstrainer Jens Sölter richtete seine Schützlinge direkt auf: „Kompliment. Ich hoffe, die Mannschaft fasst das auch so auf – in der momentanen Verfassung war das eine starke Leistung.“ Nur eben nicht von einem (Teil-)Erfolg gekrönt.

Lediglich in der Anfangsphase waren die Platzherren nicht wirklich im Bild, ließen mehrfach gute Schussgelegenheiten des Tabellendritten zu. „Da hat man die Verunsicherung gemerkt“, meinte Sölter. Die Schwarz-Gelben konnten froh sein, nach den zehn Vollgas-Minuten der SVG keine noch größere Hypothek als das 0:1 durch Wayne Rudt (9.) schultern zu müssen.

Und so ruckte Wahrenholz zunehmend an und hätte eigentlich schon vor der Pause schnell zum Ausgleich kommen können, wenn nicht müssen. Florian Wendt scheiterte aus Nahdistanz, Jan Reitmeier traf nach einer Ecke nur die Latte. Außerdem forderten die Wahrenholzer nach einem Zweikampf zwischen Lars Koch und SVG-Spielertrainer Tino Gewinner vehement Foulelfmeter – vergeblich.

Dennoch ging der VfL-Plan bis dato auf. Das Kellerkind war noch in Schlagdistanz und konnte mit Niklas Germer und Marcell Meyer nachbessern. „Wir waren in der zweiten Halbzeit sogar dominanter. Gifhorn war echt von den Socken“, erklärte Sölter. Doch wieder traf sein Team zunächst nur zweimal Aluminium, ehe Koch nach 83 Minuten den erlösenden wie überfälligen Ausgleich erzielte.

Doch das letzte Wort hatte nach einer Verkettung unglücklicher Umstände wieder Gifhorns Rudt. „Da war es wieder“, seufzte Sölter, schob dann aber sofort hinterher: Ich bin stolz auf die Truppe“.

Von Ingo Barrenscheen

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