Fußball – Wittinger Kreispokal, Zwischenrunde: Eigentor-Kuriosum gegen Meinersen / Wittingen im Elfmeterschießen raus

Verrückt! WSC erzielt ein Tor und siegt 4:1

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Ohne jede Durchschlagskraft: Das Rumpfteam des VfL Wittingen/Suderwittingen scheiterte im Elfmeterschießen am TuS Seershausen. Auch Trainer Naim Fetahu (l.) konnte das Aus nicht abwenden.

„Das habe ich auch noch nie erlebt. . . “ Matthias Hopp schüttelte gestern Abend ungläubig mit dem Kopf.

Da erzielte der Gegner SV Meinersen vier Tore, sein Wesendorfer SC nur eines – und dennoch zog das Team aus dem Heidelandstadion durch ein 4:1 ins Achtelfinale des Wittinger Kreispokals ein! „Merkwürdig“, grinste Hopp angesichts des Eigentor-Kuriosums. Derweil strich der zweimalige Finalist VfL Wittingen/S. nach einer Elfmeter-Lotterie die Segel.

Wesendorfer SC – SV Meinersen 4:1 (2:1)

Ein verrücktes Fußballspiel: Der Wesendorfer SC (r. Justus Kelm) profitierte beim 4:1-Erfolg im Wittinger Kreispokal gegen die SV Meinersen von drei Eigentoren des Gegners.

Angesichts des verrückten Verlaufs machte sich bei Matthias Hopp unweigerlich Schadenfreude breit: „Ich habe noch nie ein Spiel gewonnen, in dem der Gegner mehr Tore schießt als wir.“ Sage und schreibe drei Eigentore unterliefen dem Gast aus Meinersen. Wohl gemerkt aber alle erzwungen durch schwungvolle Wesendorfer Angriffe. Die vorab prognostizierte Rumpfelf des WSC kam dann doch als „stromlinienförmiges Ruderboot“ daher, meinte Hopp. Die Ergänzungen aus der A-Jugend erwiesen sich als absoluter Volltreffer. Paradebeispiel: die 1:0-Führung. Niko Grühl knallte die Kugel an die Latte, Noah Ehmke drückte die Kugel platziert per Kopf über die Linie (15.). Trotz des Meinerser Anschlusstreffers gerieten die Platzherren nicht wirklich in Gefahr. „Der Sieg war auch völlig verdient in dieser Höhe“, befand Hopp. Als Meinersens Keeper nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Mann auch noch per Krankenwagen abtransportiert werden musste und ein Feldspieler ins Tor ging, war die Messe gelesen.

• Tore: 1:0 Ehmke (15.), 2:0 Eigentor Feldmann (17.), 2:1 Dachwitz (23.), 3:1 Eigentor Reimann (75.), 4:1 Boz (76.).

VfL Wittingen/S. – Seershausen 3:4 n. E. (0:0)

„Jetzt ist Feierabend.“ So kommentierte Wittingens Coach Naim Fetahu das Ende der englischen Wochen, die ganz schön an der Substanz gezehrt hatten. Insofern waren die Brauereistädter nicht wirklich traurig, dass – anders als in den zwei Vorjahren – früh Endstation ist im Kreispokal. Die Zuschauer hatten ein äußerst durchwachsenes Spiel erlebt. Kein Wunder angesichts des Wittinger Kaders. „Wenn ein Gunnar Behnke, mit glaube ich 52 Jahren, von Anfang an spielen muss, kannst du nicht viel verlangen“, verdeutlichte Fetahu, der sich später auch noch selbst einwechselte. Doch die Angriffsbemühungen der Gastgeber erwiesen sich als „nicht zwingend“. Seershausen verbuchte die besseren Gelegenheiten, doch die dritte Altsenioren-Aushilfe, Peter Herrewig im Tor, packte einige starke Paraden aus. Auch im Elfmeterschießen hielt er einen Versuch. Vergeblich. Fetahu: „Wir hatten versucht, es vorher zu entscheiden.“ Doch ohne jede Durchschlagskraft.

• Tore: Fehlanzeige.

Von Ingo Barrenscheen

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