Fußball – 1. Kreisklasse 1: Florian Meyer spielt wieder für den TuS Ehra-Lessien

Der „verlorene Sohn“ ist zurück

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Vergangenheit: Einst lief Florian Meyer für den VfL Wolfsburg im Nachwuchs auf, mittlerweile ist er zurück bei seinem Heimatverein TuS Ehra-Lessien.

Ehra/Wolfsburg – Sein Herz schlägt scheinbar immer noch für den TuS. Anders ist es nicht zu erklären, dass der gebürtige Ehraer Florian Meyer zumindest sportlich in seine ursprüngliche Heimat zurückgekommen ist.

Der mittlerweile 27-Jährige erlernte beim TuS Ehra-Lessien das Fußball-Abc, spielte danach unter anderem beim VfL Wolfsburg sowie beim TuS Neudorf-Platendorf und ist vor wenigen Monaten auf Nachfrage mehrerer alter Weggefährten zu seinen Wurzeln zurückgekehrt.

„Ich konnte es doch nicht lassen“, verrät Meyer mit einem schelmischen Grinsen. Eigentlich glaubte er, seine fußballerische Laufbahn bereits hinter sich gelassen zu haben. Der Beruf genoss Vorrang. Genau deshalb beendete der Verteidiger auch sein Engagement beim Wolfsburger Kreisligisten TSV Heiligendorf. Doch durch Freunde kam der „verlorene Sohn“ zurück zum Vertreter der 1. Kreisklasse 1.

Immerhin 20 Jahre lang wohnte Florian Meyer einst in Ehra, verlor den Kontakt zu seiner Heimat nie – auch wenn er sich längst in Wolfsburg niedergelassen hat. Beim TuS unternahm Meyer auch seine ersten Gehversuche, ehe er sich bei einem Talente-Tag beim VfL Wolfsburg empfahl und sich den Grün-Weißen anschloss. Immerhin knapp zehn Jahre war der Defensivakteur für den VfL aktiv, ehe es ihn zurück nach Ehra zog. Von dort aus führte sein Weg zum damaligen Landesligisten TuS Neudorf-Platendorf („Ich wollte noch einmal höherklassig spielen“) sowie anschließend zum TSV Heiligendorf. Nun also die erneute Rückkehr zu seinem Stammverein, für den Meyer bislang zwei Saisonspiele bestritt.

„Ich wurde super aufgenommen, es macht Spaß“, schildert der 27-Jährige seine ersten Eindrücke. Dennoch will er sich nach zuvor fast anderthalb Jahren Pause wieder langsam heranarbeiten. Auch wenn er die bisherige Saison nur flüchtig miterlebte, ist der gebürtige Nordkreisler zufrieden. „Bislang ist das ganz okay, wobei sicherlich noch Luft nach oben da ist“, so seine Einschätzung. Die Stimmung in der Mannschaft, aber auch im Gesamtverein betitelt der 27-Jährige als „sehr familiär“. Sicherlich der entscheidende Grund für seinen Wechsel.

Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns und wollen natürlich gewinnen.

Florian Meyer vom TuS Ehra-Lessien vor dem Heimspiel gegen den SV Tülau/Voitze

Florian Meyer sieht seine Stärken vor allem in der Robustheit sowie im geschickten Zweikampfverhalten. So will er maßgeblich dazu beitragen, dass der TuS „noch ein paar Plätze gutmacht“. Solange der Körper mitmacht, will Meyer am Ball bleiben und seine Laufbahn dann auch in Ehra beenden.

Den ersten Pflichtauftritt dieses Jahres könnten die Schützlinge von Trainer Jürgen Schenk, sofern es die Platzverhältnisse zulassen, am Sonntag um 15 Uhr gegen den Tabellennachbarn SV Tülau/Voitze bestreiten. „Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns und wollen natürlich gewinnen“, macht der 27-Jährige unmissverständlich deutlich. Kleine Motivation: Es wäre sein erster Erfolg seit der Rückkehr zu seiner alten Liebe.

VON FLORIAN SCHULZ

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