Fußball – Bezirksliga: Wittingen vergibt Matchball gegen Eintracht Nord WOB / „Hatten Sieg nicht verdient“

VfL verliert: Das Zittern geht weiter

Ausrutscher: Sven Arndt (M.) und der VfL Wittingen kamen gegen den VfR Eintracht Nord Wolfsburg kaum zu Chancen. Nach der 0:1-Pleite gegen den direkten Konkurrenten ist der Klassenerhalt für die Brauereistädter wieder arg in Gefahr.

Wittingen. Bauchlandung statt Punktlandung. Fußball-Bezirksligist VfL Wittingen ist hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen.

Eine Woche nach dem 12:4-Kantersieg über den SSV Didderse verloren die Blau-Gelben 0:1 (0:1) gegen den direkten Konkurrenten VfR Eintracht Nord Wolfsburg und müssen wieder um den Klassenerhalt bangen. „Wir werden bis zum Ende kämpfen müssen“, betonte Trainer Naim Fetahu.

Eben die Einstellung und den Willen konnte man den Brauereistädtern nicht absprechen. Der VfL war bemüht, mehr aber auch nicht. „Wir hatten mehr Ballbesitz. Eigentlich mehr von allem“, stöhnte Fetahu. Nur am Ende eben weniger Tore. Weil spielerisch fast nichts zusammen lief. Wittingen hätte wohl noch Tage spielen können. „Die Jungs wollten zuerst den zweiten Schritt machen“, analysierte Wittingens Coach.

Und dabei überholte sich der VfL selbst. In der ersten Hälfte spielte Wittingen mit Rückenwind, schaffte es aber nicht, Wolfsburg unter Druck zu setzen. „Unsere Steilpässe waren meist zu lang“, ärgerte sich Fetahu.

Und wie die Stürmer kam auch Philipp Greve einen Schritt zu spät. Nach einem fast schon abgewehrten Eckball fehlte die Abstimmung mit Marcel Liedtke. Greve musste in höchster Not foulen. „Der Elfmeter ist berechtigt“, gab Fetahu zu. Tarek Derbazi (19.) erzielte früh das Tor des Tages.

Nach dem Rückstand – Wolfsburg verschanzte sich mit allen Feldspielern vor dem eigenen Tor – liefen die Hausherren wie „gegen eine Mauer. Das war spielerisch zu wenig. Wir haben den Überblick verloren, sind gar nicht in den Strafraum gekommen“, erklärte Fetahu, der nicht eine 100-prozentige Chance für seine Mannen notierte. Auf der Gegenseite verhinderte Torhüter Christoph Pörschke in der zweiten Hälfte die vorzeitige Entscheidung.

„Aufgrund der Spielanteile wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Den Sieg hatten wir nicht verdient“, fand Fetahu klare Worte. Und ohne eben diesen Dreier verpasste Wittingen die Entscheidung im Abstiegskampf, muss mindestens einen weiteren Spieltag zittern. In Müden (31. Mai) kommt es dann zum nächsten Abstiegsgipfel.

Von Matthias Jansen

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