Handball – Verbandsliga Herren: Pechvogel Kai Lemke und Keeper Bastian Albrot fehlen nicht nur heute gegen Wietzendorf

Verletzungspech klebt am VfL wie Patte

Kai Lemke (l.) greift für die Wittinger Verbandsliga-Handballer gegen Wietzendorf nicht ins Geschehen ein. Der Rückraumrecke fällt wegen einer Bänderdehnung aus. Foto: Jansen

Wittingen. Irgendwie klebt dem VfL Wittingen in dieser Spielzeit die Verletzungsmisere am Leib wie Patte am Handball. So ereilten den Verbandsligisten vor dem Punktspiel-Start 2012 heute daheim gegen den Vorletzten TuS Wietzendorf (19.

15 Uhr) gleich zwei neuerliche Hiobsbotschaften: Torhüter Bastian Albrot und Rückraumrecke Kai Lemke drohen wochenlang auszufallen!.

Vor allem Lemke haftet das Prädikat Pechvogel des Jahres an. „Er ist schon arg gebeutelt“, fühlt auch Trainer Mike Mühlenbruch mit. Der Youngster verpasste bereits einen gehörigen Teil der Hinserie. „In den Spielen hat er dann gezeigt, dass er natürlich in die Mannschaft gehört“, betont der VfL-Coach. Doch nun das nächste Unglück im Training: Lemke landete nach einem Sprungwurf auf dem Fuß eines Teamkollegen, knickte um und zog sich eine schwere Bänderdehnung zu. Besonders bitter: Die Einheit war schon fast vorbei...

Der Hüne muss nun wieder wochenlang pausieren – denkbar, dass dies auch auf Bastian Albrot zutrifft. Der Torhüter hat nach einem Glatteis-Unfall mit dem Auto Knie-Probleme, eine genaue Untersuchung steht noch aus. Ohne Frage eine Schlüsselposition. „Hoffentlich ist es nicht so schlimm. Abwarten, was die nächsten Wochen bringen“, seufzt Mühlenbruch.

Heute Abend wird zunächst Routinier Sven Metzner in die Bresche springen. Damit gibt es im Wittinger Tor eine Wiedervereinigung: Metzner und Stefan Sablottny, besser bekannt auch als „Mac“ und „Sabbel“, bildeten schon zu früheren Zeiten in der ersten Herren das Gespann im Gehäuse. „Er hat gesagt, er ist sowieso in der Halle. Ob er dann oben steht oder eine Etage tiefer, sei egal. Die Mannschaft ist ihm dankbar, dass er im Fall der Fälle zur Verfügung steht“, sagt Mühlenbruch.

Die negativen Begebenheiten seien aber kein Alibi für das Duell mit dem Tabellenvorletzten, meint der Trainer. „Wir wollen die Hinspielniederlage wettmachen.“ Das 28:24 zum Einstieg der Runde ist bis heute Wietzendorfs einziger Saisonsieg! „Darüber dürfen wir uns ärgern, es war seinerseits aber nicht unverdient. Sie sind kampfstark, das haben wir zu spüren bekommen“, so Mühlenbruch, für den der Absturz des TuS seither auch etwas „unbegreiflich“ ist. Die Wietzendorfer würden sich vor dem Wiedersehen aber bestimmt an das exklusive Erfolgserlebnis gegen den VfL erinnern und die Chance auf einen Neubeginn wittern. Dazu soll es aber nicht kommen...

Von Ingo Barrenscheen

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