Handball – Landesliga Herren: Sorge um Bartel und Tim Schmidt nach 35:31

Verletzungen dämpfen den Erfolg

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Zehn Tore bei der Rückkehr: Torsten Meyer wirbelte die Abwehr seines Ex-Klubs durcheinander.

Wittingen – Es hätte eine dicke Party werden können. Immerhin haben die Landesliga-Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken ihr Heimspiel gegen die SG Südkreis Clenze 35:31 (16:15) gewonnen. Doch es entwickelte sich eher zur nachgeholten Halloween-Fete.

Sprunggelenksverletzungen von Simon Bartel und Tim Schmidt haben SG VfL-Trainer Christian Gades nämlich das Fürchten gelehrt.

Doch zuvor waren es Moritz Höbermann und Rückkehrer Torsten Meyer, der vier Jahre das Wittinger Trikot trug, die die Gastgeber in Schrecken versetzt hatten. Beide mauserten sich zu den überragenden Akteuren der SG Clenze, warfen zwei Drittel aller Gäste-Tore. „Wir haben in der ersten Viertelstunde schlecht verteidigt“, bedauerte Gades. Nach 14 Minuten hatte sein Team schon sieben Buden kassiert, nach einer Umstellung lief es aber besser in der Defensive, so dass die SG VfL auch mit einer Führung in die Pause ging.

Auch im zweiten Abschnitt lief die Deckungsarbeit besser bei der Heimsieben. „Durch Tempotore haben wir uns in den ersten zehn Minuten abgesetzt“, berichtete ein zufriedener Gades. Nach 40 Minuten führte seine Mannschaft 25:20 und hatte dies auch so fortgeführt.

In der Schlussviertelstunde kam aber noch einmal Hektik auf – auch durch einige Schiedsrichterentscheidungen, bei denen sich die Geister schieden. „Es ist mir zu doof, in dieser Liga weiter über Schiedsrichter zu sprechen“, ärgerte sich Gades. Sein Schützling Janosch Kochale ärgerte sich lautstark nach einem Foulspiel an sich selbst, bekam dadurch – laut Gades – zu Unrecht eine Zwei-Minuten-Sperre aufgebrummt. Auch der Übungsleiter bekam in Minute 54, beim Stand von 29:28, eine Zeitstrafe.

Es wurde knapp. Beim 31:30 nahm der Gastgeber eine Auszeit (57.). Sie trug Früchte, die Hektik war draußen und die SG VfL siegte mit einem Vier-Tore-Vorsprung. In Gades’ Augen verdient: „Wir haben im Kollektiv sehr gut getroffen.“

Und wären da nicht noch die Verletzungen gewesen, dann wäre der Jubel nicht ganz so verhalten ausgefallen. Während Bartel und Schmidt nicht mehr weitermachen konnten, verletzte sich auch Christian Breustedt am Finger. Er hielt allerdings durch. „Wir hoffen, dass sie die Pause zur Regeneration nutzen. Bei Tim war schnell klar, dass es etwas Schwerwiegendes sein kann“, schluchzte Gades. Weiter geht es erst am 22. November (20.30 Uhr) beim TuS Bergen.

VON ROUVEN PETER

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