Eishockey – Play-Off-Halbfinale: Mannheim wartet

Verhindert Wolfsburg den Hecht-Sprung?

Landet der EHC (Brent Aubin) auf dem Boden der Tatsachen?
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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ib Wolfsburg. Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Ab Freitag aber wollen die Grizzly Adams wieder Fire on ice entfachen. Das Play-Off-Viertelfinale gegen den EHC München stellte bereits einen Herkulesakt dar.

Doch nun steht dem EHC Wolfsburg mit den Adler Mannheim die Mammutaufgabe schlechthin bevor!

Bis zum Anfang der Woche konnte das Skoda-Team den Erdrutsch-Sieg gegen den DEL-Krösus aus München noch genießen, seit dem Wiedereinstieg ins Training am gestrigen Dienstag gilt die volle Konzentration dem Giganten aus der Kurpfalz und dem ersten Spiel am Freitag (19.30 Uhr). Mannheim: der Hauptrunden-Erste und das einzige Team, das die 100-Punkte-Marke knackte. Mannheim: die Superstar-Riege mit 1925 Spielen NHL-Erfahrung. Demgegenüber stehen gerade einmal 29 Einsätze von Wolfsburgs Norm Milley in Nordamerikas Eliteliga...

Noch mehr als in der Runde zuvor ist es das klassische David-gegen-Goliath-Duell. Doch der EHC will den Hecht-Sprung ins Endspiel irgendwie verhindern. „Halbfinale gegen Mannheim, das ist schon der Wahnsinn“, freut sich Christian Neuert wie ein kleines Kind. Wolfsburgs gefühlter Nobody spielte immerhin vergangene Saison noch in der vierten Liga. Nun darf er gegen die Adler den Zwergen-Aufstand in der vierten Reihe proben. Nur so zum Vergleich: In Mannheims viertem Angriffs-Block tummelt sich ein gewisser Jochen Hecht (892 NHL-Spiele).

Bester Playoff-Scorer des Topfavoriten ist aber mit Ex-Grizzly Kai Hospelt (je drei Tore und Vorlagen) ein alter Bekannter. Anders als sein EHC-Kollege Pavel Gross kann Trainer Geoff Ward in seinem hochkarätigen Kader aus dem Vollen schöpfen. Und doch hat Mannheim, nicht zuletzt durch Wolfsburgs Paukenschlag gegen München, Respekt. Stürmer Frank Mauer erklärte: „Die Spiele werden mit Sicherheit auf Augenhöhe sein, und wir müssen jetzt noch mehr investieren als im Viertelfinale.“

Von Ingo Barrenscheen

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