Fußball – Bezirksliga: VfL Wahrenholz bricht im Sechs-Punkte-Spiel das „Gerüst“ weg

Das verflixte Jahr 2018...

Den Kopf einziehen vor den Problemen – das hilft nicht: Wahrenholz muss am Sonntag ohne Niklas Germer (2. v. l.) auskommen. Foto: ib

ib Wahrenholz. Die Saison des VfL Wahrenholz steht unter keinem guten Stern. „Wahrhaftig nicht“, ächzt Jens Sölter.

Weil der eigentliche Interimscoach Hans-Ulrich Peters gesundheitsbedingt noch auf unbestimmte Zeit ausfällt, steht er am Sonntag (15 Uhr) im Sechs-Punkte-Spiel beim Keller-Konkurrenten FC Schunter erneut an der Seitenlinie des hiesigen Fußball-Bezirksligisten. Und beklagt das Wegbrechen seines „Gerüsts“.

Als wäre das Gegentor in der vierten Minute der Nachspielzeit beim 1:1 gegen Adenbüttel nicht schon schlimm genug gewesen, zog sich in dieser allerletzten Aktion zu allem Übel auch noch der gerade erst wiedergenesene Abwehrchef Chris Hartmann eine Oberschenkel-Verletzung zu. „Er wartet auf einen MRT-Termin“, sagt Sölter. Beim Training am Mittwoch dann das Gleiche auf/in Grün bei Niklas Germer: Letzte Aktion, auch beim monatelang ausgefallenen Mittelfeldstrategen zwickt’s im Oberschenkel. Marcell Meyer sei ebenfalls noch nicht wieder „voll in der Spur“. Doch mit Wehklagen will sich Sölter nicht aufhalten. „Es nützt nichts zu jammern. Wir nehmen es, wie es kommt.“

Das verbleibende Personal müsse sich gegen Schunter, einen Platz und zwei Zähler schlechter positioniert als der VfL, voll ins Zeug legen für ein positives Resultat. „Wir brauchen die Punkte“, bestätigt Sölter, will die Situation aber trotz des auf fünf Zähler geschmolzenen Vorsprungs auf den Drittletzten TSV Vordorf, nicht überdramatisieren. „Die Mannschaft hat schon genug wegzustecken.“ Mit dem Hick-Hack um den abrupten Rücktritt des Trainer-Gespanns Torben Gryglewski/Benjamin Wrede kurz vor dem Rückrundenstart hatte das ganze Dilemma 2018 angefangen. Die Verantwortlichen halten auch trotz der jüngsten Entwicklungen weiterhin nichts davon, den künftigen Coach Thorsten Thielemann schon vorzeitig hinzuzuziehen. „Es bringt nichts, ihn in so ein Chaos zu stecken. Er soll keinen Flickenteppich verwalten“, erklärt Sölter. Wahrenholz müsse die Geschichte auch so sauber zu Ende bringen. Und vermeiden, dass die Spielzeit am Ende nicht völlig verkorkst, sprich mit dem Abstieg, endet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare