Handball – Verbandsliga: Trotz Personalproblemen kommt Wittingen/Stöcken zum 26:25-Erfolg gegen die TSG Emmerthal

Mit vereinten Kräften zum fünften Heimsieg

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Ein harter Brocken in der Defensive: Wittingens Akteur Jan-Philipp Goetzie (am Ball) hatte einen schweren Stand.

Wittingen. Die Vorzeichen standen nicht unbedingt auf Sieg bei der SG VfL Wittingen/Stöcken. Zum einen weil die Brauereistädter seit vier Partien sieglos waren in der Handball-Verbandsliga, zum anderen weil einige Spieler mit Blessuren auf die Platte gingen.

Zudem kam mit der TSG Emmerthal ein Aufstiegsaspirant in die Gelbe Hölle. Doch all diesen widrigen Umständen trotzten die Wittinger. Nach einem 8:11-Halbzeitrückstand gelang es der Mannschaft von Trainer Christian Gades noch, die TSG hauchzart mit 26:25 zu bezwingen.

Comeback nach langer Zeit: Mirko Schulze (rechts) meldete sich mit einer prächtigen Leistung zurück in der ersten Mannschaft. Der Rückraumspieler steuerte zwei Treffer zum Sieg bei.

Als Schlüssel zum Erfolg kristallisierte Gades den Zusammenhalt heraus: „Trotz großer Personalsorgen hat jeder einzelne Spieler auf die Zähne gebissen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte der Übungsleiter. Denn mit Lars Erxleben, Thorsten Meyer und Kai Eschert starteten gleich drei wichtige Eckpfeiler angeschlagen in die Partie. Doch davon war zunächst nichts zu sehen auf dem Parkett. Die Verteidigung stand sehr kompakt, Keeper Bastian Albrot parierte, was durchkam, und die Offensive nutzte nahezu jede sich bietende Chance. Das Resultat: eine 8:5-Führung nach 17 Minuten. „Die Jungs haben die Vorgaben in der Anfangsphase sehr gut umgesetzt“, zeigte sich Gades zufrieden. Doch in Folge geriet der SG-Motor dann ins Stocken. Plötzlich wurde in der Verteidigung nicht mehr genug kommuniziert, im Angriff fehlte die nötige Konzentration und Präzision. Die Gäste waren nun oben auf, spielten clever und drehten somit die Partie bis zur Pause (8:11). Auch weil den Brauereistädtern ganze 13 Minuten kein einziger Treffer gelang.

„Ich war mit unserem Spiel an sich zufrieden. Nur haben wir eben zwei Fehler gemacht. Die Kaltschnäuzigkeit und Leidenschaft ist uns abhanden gekommen“, analysierte Gades in der Halbzeit. Die Ansprache schien gefruchtet zu haben. Die Hausherren fanden den Glauben an sich wieder und spielten furios auf wie bereits in der Anfangsviertelstunde. Im Nu schlossen die Wittinger zum Gegner auf, auch weil jeder Akteur bis an seine Leistungsgrenze ging. Ob leicht verletzt oder auch kränkelnd. „Die Jungs waren wieder komplett auf der Platte. Der fehlende Wille war zurückgekehrt“, freute sich Gades. Und so wurde es ein Zitterspiel bis zur letzten Sekunde. Doch durch die späten Treffer von Nick Schmidt und Marten Schultze machte die SG VfL den 26:25-Sieg perfekt.

„Jeder hat sich reingeworfen für seinen Mitspieler. Man kann schon sagen, dass es im Endeffekt ein Sieg des Zusammenhalts war“, zeigte sich Gades stolz.

Von Jannis Klimburg

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