Hallenfußball – Nachlese zum 3. Wittinger Cup: Künftig schärfere Futsal-Regeln?

„Verdammt spannender“ Schlussakt

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Zeit für einen Klingel-Jingle! Beim 3. Wittinger Cup gab es viele Tore zu sehen für die Zuschauer. So wie zwischen Wesendorf und Wagenhoff.

Wittingen – Auch im Windschatten des Budenzauber-Branchenführers kann man langsam wachsen und gedeihen.

Wenngleich der Wittinger Cup – der mit drei Auflagen immerhin auch noch in den Kinderschuhen steckt – noch nicht an die Dimensionen seines (auch zeitlichen) Vorreiters Volksbank Cup heranreicht, so sei die Auflage 2019 in der Politik der kleinen Schritte wieder ein Fortschritt gewesen, bilanzierte Turnierchef Peter Herrewig im Anklang an den Final-Freitag.

„Wir wollen klein anfangen und daraus erwachsen“, räumt Herrewig von der veranstaltenden Privatbrauerei Wittingen dem Frischling Entwicklungs-Spielraum ein. Am Endspiel-Tag war die Wittinger Sporthalle, anders als in der Vorrunde, dann auch prall gefüllt. Das Publikum sei schlichtweg durch den Volksbank-Cup wenige Tage zuvor „schon ein Stück weit satt. Und viele gehen im neuen Jahr auch schon wieder arbeiten. Daher ist das schwer zu vergleichen.“ Zumal das Pendant bereits „21 Jahre am Markt“ sei. Herrewig: „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“

Doch von Spielern und Trainern bekam der Turnierchef des Wittinger Cups positives Feedback. Auch in diesem Fall war der Wechsel des Spielgerätes hin zum modernen Futsal die richtige Wahl, meint Herrewig. „Sportlich sind wir auf einem guten Weg. Es war nicht mehr so ein extremes Gebuffe.“ Wobei Herrewig die Light-Variante mit Blick auf die oft (über)rassigen Banden-Zweikämpfe noch nicht weit genug geht. Seine ersten Gedankengänge für die Zukunft: „Vielleicht müssen wir uns beim Futsal etwas abgucken und mit Foul-Regeln arbeiten. Oder wir loben einen Fairness-Pokal aus.“ Damit der Hallenfußball hier und da nicht mehr mit Eishockey verwechselt wird...

In jedem Fall sei der Showdown aber „verdammt spannend“ verlaufen. „Zweimal Neunmeterschießen in der Zwischenrunde hatten wir auch noch nicht“, pointiert Herrewig. Auch die Duelle ab dem Viertelfinale verliefen äußerst eng und umkämpft. Im Endspiel sei der Premieren-Sieger TuS Neudorf-Platendorf „eine Nuance“ besser gewesen als der Neuling SV Rosche. Den übrigens nicht nur Herrewig, sondern auch die Konkurrenz als „belebendes Element“ wahrnahm. „Es ist eine Herausforderung, sich mal mit anderen zu messen.“ Wenngleich letztlich die zwei spielstärksten Riegen um den Wittinger Cup gefochten hätten, war der Halbfinal-Underdog TSV Schönewörde (2:3 gegen Platendorf) in Herrewigs Augen „moralischer Sieger. Die hatte keiner auf dem Zettel, aber sie haben als Team überragend gekämpft.“

Von Ingo Barrenscheen

3. Wittinger Cup: Finaltag

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