Fußball – Bezirksliga: Schöns Freistoßtreffer belohnt Wahrenholzer Steigerung

Ups! FCB patzt, Trainer sieht Gelb-Rot

Gewonnen und doch irgendwie verloren: Der VfL Wahrenholz muss im kommenden Bezirkspokal-Spiel ohne den Gelb-Rot-gesperrten Jan Reitmeier (M.) auskommen.
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Gewonnen und doch irgendwie verloren: Der VfL Wahrenholz muss im kommenden Bezirkspokal-Spiel ohne den Gelb-Rot-gesperrten Jan Reitmeier (M.) auskommen.

Wahrenholz – „Ich hätte nicht gedacht, dass man sowas auf dem Dorf macht. . . “ Oh doch! Nicht nur Hendrik Joswig, Teammanager des zerknirschten FC Brome, wurde gestern Abend am Taterbusch Augenzeuge einer Rarität.

Schiedsrichter Sebastian Schmidt hielt Namensvetter Mark-Oliver Schmidt in der Nachspielzeit tatsächlich die Gelb-Rote Karte vors verdutzte Gesicht – Platzverweis für den Bromer Trainer am vierten Spieltag des Fußball-Bezirkspokals!

Joswig: „Wir haben uns benachteiligt gefühlt. Für mich überbewertet. “ Es war die negative Krönung eines gebrauchten Abends, an dem der VfL Wahrenholz durch das Golden Goal von Jan-Patrick Schön als strahlender Sieger hervorging.

Bromes Ambitionen auf das Überwintern im Cup erhielten damit einen dicken Dämpfer. Zumal die knüppelharten englischen Wochen zum Saison-Einstieg auch bei den Grün-Weißen mittlerweile aufs personelle Portfolio drücken. Genau wie Wahrenholz (Justin Lüdke, Jan Sölter) musste auch der FCB gestern auf Reserve-Kräfte zurückgreifen. Zwar verbuchte Brome im ersten Abschnitt ein spielerisches Plus. Aber ohne Durchschlagskraft. Bei den zunächst handverlesenen Hochkarätern hatte Wahrenholz die Nase vorn. Speziell durch Lars Koch, dessen Schuss Erik Weis kurz vor der Pause von der Linie kratzte.

Während der VfL sich zu steigern wusste und die Chancen sich häuften, stagnierte das Team von der Steimker Straße. „Die zweite Halbzeit war so, wie wir uns das vorstellen“, frohlockte der Wahrenholzer Co-Trainer Jan Schöbel. „Wir haben aus dem Spiel heraus nichts mehr zugelassen.“ Vor allem konnten die Gastgeber mehr Gefahr von der Bank bringen. Joker Jan-Patrick Schön nagelte einen Freistoß aus 20 Metern unhaltbar in die Maschen und hätte wenig später fast vorzeitig den Sack zugemacht, wenn ihn ein Abseits-Pfiff nach einer Kopfball-Vorlage von Marcell Meyer nicht zurückgepfiffen hätte.

Richtig gehört! Marcell Meyer! Der Mittelfeldmotor feierte unverhofft sein Comeback (mehr dazu auch morgen im IK), Schwarz-Gelb hatte auf Anhieb eine ganz andere Präsenz. Während der VfL somit seine eigenen Chancen auf Platz eins wahrte, zauderte Bromes Hendrik Joswig: „Das war nicht so doll.“ Zumal mit Hendrik Hildebrandt ein weiterer Akteur angeschlagen runter musste... VON INGO BARRENSCHEEN

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