Fußball – Bundesliga: Steht Wechsel zu Wölfen bevor? / Facebook-Post verärgert Fans

Unverhohlenes Treffen mit Younes

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Einer der Confed-Cup-Helden: Amin Younes (r.) steht offenbar vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg.

ib Mönchengladbach/Wolfsburg. Die Situation des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga ist alles andere als lustig. Dennoch sorgte der abstiegsbedrohte Club am Rande der 0:3-Pleite bei Borussia Mönchengladbach am Freitagabend gleich zweierlei für kuriose Randerscheinungen.

Die eine betraf den deutschen Nationalspieler Amin Younes. Die andere einen irritierenden Halbzeit-Post auf Facebook.

Vor wenigen Wochen waren bereits Wechselgerüchte um den bei Ajax Amsterdam in Ungnade gefallenen Mittelfeldspieler aufgekommen – VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe dementierte damals das Interesse an Younes („Nichts dran“). Zur Überraschung vieler Besucher im VIP-Raum des Gladbacher Borussia-Parks saßen am Freitagabend Wolfsburger Verantwortliche angeregt diskutierend mit dem Linksfuß zusammen, wie der Kicker berichtete. Völlig unverhohlen tauschten sich demnach Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher und Wolfgang Hotze mit Younes und dessen Begleitern inmitten der Öffentlichkeit aus. Ein seltsam anmutender Ort für Transferverhandlungen angesichts der allgemein vorherrschenden Geheimniskrämerei im Profi-Fußball. Womöglich ist der Deal mit dem früheren Gladbacher bereits in trockenen Tüchern. Allerdings wurde zuletzt auch kolportiert, der fünffache Nationalspieler hätte sich per Unterschrift schon an den SSC Neapel gebunden.

Wechselt Younes tatsächlich zu den Wölfen, bliebe nur die Frage: Hat Rebbe im März nicht ganz die Wahrheit gesagt? Oder verhandelt die Geschäftsführung schon am Manager vorbei, dem in Wolfsburg das Aus drohen soll? Immerhin waren am Wochenende auch die Spekulationen um eine Verpflichtung von Hannovers Sportdirektor Horst Heldt wieder aufgeflammt. Dieser soll sich angeblich zweimal mit dem VfL getroffen haben („Es gab keinen Hinweis, dass Gespräche geführt wurden. Es gibt keine Anfrage aus Wolfsburg.“). Ohne das Wissen von 96-Boss Martin Kind, der Heldt eigentlich noch in dieser Woche zum Geschäftsführer befördern will bei den Roten.

Übrigens: Im Grunde genauso indiskutabel wie die Leistung gegen die Fohlen präsentierte sich am Freitagabend der Pausen-Post auf dem Facebook-Kanal der Grün-Weißen. Dort war der 0:3-Rückstand mit dem Verweis „Es klappt rein gar nichts bisher“ und – Stein des Anstoßes – einem grinsenden Emoticon versehen. Der in diesem Augenblick absolut unpassende Smiley stieß vielen Anhängern im Netz übel auf. Die Wölfe präsentieren sich dieser Tage durchaus diskussionswürdig. Auf dem Rasen und auch in den sozialen Medien...

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