Fußball – Bezirksliga: Ersatzgeschwächter VfL Wahrenholz trotzt Lupo Martini II ein 1:1 ab

Ein unverhofft-wertvoller Punkt

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Ball und Gegner abgeschirmt: Der VfL Wahrenholz (M. Timo Neumann, r. Niklas Germer) trotzte Lupo Martini Wolfsburg II ein überraschendes 1:1 ab.

Wahrenholz. Angesichts der „brutalen Qualität“ auf der anderen Seite geriet Thorsten Thielemann förmlich ins Schwärmen. „Ich glaube nicht, dass die einer aufhält“, prognostizierte der Trainer des VfL Wahrenholz mit Blick auf den Gegner Lupo Martini Wolfsburg II.

Nun ja, das Taterbusch-Team jedenfalls zwackte dem persönlichen Topfavoriten ihres Vorreiters am gestrigen Sonntag in der Fußball-Bezirksliga ein überraschendes wie überaus respektables 1:1 (1:0)-Unentschieden ab. Und das sogar mit einer Rumpfbesetzung!.

Ein unverhoffter Punktgewinn, der noch viel Wert sein kann am Ende der noch jungfräulichen Saison. Ob as Ergebnis nun gerecht war – darüber lässt sich sicherlich streiten. Doch sein ersatzgeschwächtes Ensemble hätte gegen den mit einigen Regionalliga-Akteuren gespickten Unterbau bis zum Umfallen gekämpft. Und das reichte nun einmal für den Moment, um die Kräfteverhältnisse auszuhebeln. „Wir hatten heute das Quäntchen Glück, was uns letzte Woche gegen Gamsen (2:3, Anm. der Redaktion) noch gefehlt hat“, sah Thielemann ein Stück weit ausgleichende Gerechtigkeit vom lieben Fußball-Gott.

Am Sechzehner sei meist Endstation gewesen für Lupos Reserve. Weil Wahrenholz doch recht massiert hinten drin stand. Alles andere wäre wohl auch einem Himmelfahrtskommando gleichgekommen gegen diese individuelle Klasse beim Landesliga-Absteiger. Doch ein Nadelstich saß. Ein Konter über den früh für Patrick Schön eingewechselten Lars Koch führte zur Führung. Weil sich Wolfsburgs Schlussmann verschätzte und Niklas Germer sehenswert per Fallrückzieher vollendete (32.).

„Man muss ehrlich sein: Der Ballbesitz war schon so 65 zu 35 Prozent für Lupo. In der zweiten Halbzeit haben sie mit aller Macht gedrückt“, gab Thielemann zu. Mit Maurice Friehe traf dann auch ein Jungspund zum 1:1 (49.), der einst ein Probetraining bei Werder Bremen absolviert hatte. „Er hat fünf Mann von uns stehen lassen. Das ist dann halt so“, erkannte Thielemann neidlos an. Doch durch eine Rote Karte wegen Meckerns (später wurde auch noch Lupo-Coach Antonio Renelli vom Schiedsrichter hinter die Bande geschickt) schwächten sich die Italiener selbst. Thielemann hielt sein Team aber zurück. „Auf Teufel komm raus, dass habe ich den Leuten auch verboten. Das ist immer gefährlich gegen solche Ausnahmespieler.“ Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Von Ingo Barrenscheen

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