Hankensbüttelerin gewinnt im Mixed

Unverhofft kommt oft: DM-Titel für Anna Klasen

Sie hatte gut lachen: Anna Klasen mit ihrem Mixed-Partner Hannes Wagner nach dem DM-Triumph.
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Sie hatte gut lachen: Anna Klasen mit ihrem Mixed-Partner Hannes Wagner nach dem DM-Triumph.

Biberach/Hankensbüttel – Manchmal sind spontane Aktionen einfach die Besten. Dafür diente Anna Klasen als perfektes Beispiel.

An und für sich hatte das Tennis-Ass aus Hankensbüttel bei den Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Biberach mit einem anderen Partner im Mixed-Wettbewerb antreten wollen.

Doch Leonard von Hindte (Hamburg) sagte ihr ab. So wäre der Start fast ins Wasser gefallen – wäre da nicht eine unverhoffte und zunächst unentdeckte Nachricht im Instagram-Account der 26-Jährigen aufgeploppt. . . Und genau diese führte letztlich zum DM-Titel!.

Denn der Augsburger Hannes Wagner hatte Anna Klasen kurz vor dem Turnier angeschrieben. Was diese aber erst durch einen dezenten Wink ihres Freundes mitbekam. Das Duo schloss sich kurzerhand zusammen und trumpfte dann gewaltig auf. „Wir haben wirklich gut harmoniert“, meinte Klasen. Und dennoch musste das Gespann auf dem Weg zur nationalen Nummer eins im Mixed einen harten, steinigen Weg zurücklegen. Schon im Auftaktmatch gegen René Schulte/Lena Lutzeier (7:6, 6:4) ging es relativ eng zu, noch kniffliger wurde es im Halbfinale gegen Jule Niemeier/Daniel Masur (6:3, 5:7, 10:7). Doch nichts toppte das Endspiel in punkto Spannung.

Dabei war gar nicht klar gewesen, ob die Hankensbüttelerin den Showdown überhaupt bestreiten könne. Denn auch ihr Winter-Verein TC RW Wahlstedt hätte sie gerne für ein Regionalliga-Punktspiel aufgeboten. Doch die Teamchefin des Hamburger Clubs fand Ersatz, Anna Klasen durfte in Biberach ran – und strahlte am Ende mit Wagner um die Wette. In dem packenden Finale zwangen sie Julia Wachaczyk/Johann Willems (Versmold/Pforzheim) nach einem abgewehrten Matchball beim Stand von 9:10 mit 6:7, 6:2 und 13:11 in die Knie.

„Ich bin super happy“, freute sich Anna Klasen nach dem Coup. Zumal im Einzel-Wettbewerb bei der DM im Viertelfinale Endstation gewesen war. Die älteste der Klasen-Tennis-Geschwister scheiterte, an Position sieben gesetzt, am 16-jährigen NTV-Talent Julia Middendorf durch ein 4:6, 6:7. Doch es gab ja noch das Happy End.  ib

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