Fußball – Bezirksliga: Schmidt-Treffer in Unterzahl beschert VfL in einer atemberaubenden zweiten Halbzeit in Vorsfelde den Dreier

„Unglaubliche Moral!“ Wahrenholz gewinnt tatsächlich zu zehnt...

Siegtorschütze: Patrick Schmidt (l.) erwies sich als perfekter Joker für den VfL Wahrenholz beim 3:2-Erfolg in Vorsfelde. Foto: ib

ib Wahrenholz. Aus Spaß wurde Ernst. Und Ernst ist seit Sonnabend um drei Punkte reicher. . .

Vor dem Auswärtsspiel beim SSV Vorsfelde II hatte Trainer Volker Streilein nach der positiven Erfahrung des Gifhorn-Sieges noch geunkt, dass der VfL Wahrenholz vielleicht besser zu zehnt spielen sollte. Das tat der Fußball-Bezirksligist eine knappe halbe Stunde lang auch – und gewann 3:2 (0:0)!.

Nein, Platzverweise sollen beim Taterbusch-Team nicht zur Gewohnheit werden. „Das will ich der Mannschaft nicht jede Woche zumuten“, schmunzelte Streilein. Und doch offenbarte der VfL in Unterzahl abermals „eine unglaubliche Moral“, freute sich der Coach. Zumal dem Gelb-Rote Karton gegen Brian Kressler eine Verwechslung vorausging. „Das Foul hat Patrick Schmidt gemacht mit einem Trikotzupfer“, korrigierte Streilein den Schiri-Irrtum. Kressler musste aber runter.

Zu einem Zeitpunkt, als das Spiel „auf der Kippe“ stand. In der torlosen ersten Halbzeit hatten die stark aufspielenden Wahrenholzer drei, vier richtig gute Möglichkeiten liegen gelassen, weil im letzten Drittel die Durchschlagskraft fehlte. Kurz nach Wiederbeginn dann das überfällige 1:0 durch Lars Koch (50.). Streilein: „Der A-Platz in Vorsfelde hat eine absolute Top-Qualität.“ Wie gemalt für die technisch versierten Schwarz-Gelben.

Die bis dahin überforderte SSV-Reserve kam praktisch aus dem Nichts und nach einer weiteren Falsch-Auslegung des Referees, so Streilein, zum Ausgleich (65.). Keine Zeigerumdrehung später antwortete Denny Iwan zwar erneut mit der Wahrenholzer Führung, doch nun überschlugen sich die Ereignisse. Kresslers irrtümliche Demission brachte Vorsfelde auf den Plan. Mit einem nicht zu verteidigenden „One-Touch-Konter“ (Streilein) egalisierten die Platzherren erneut (77.). Nicht nur Streilein wurde an der Seitenlinie sichtlich nervös. Die Partie drohte dem VfL noch aus den Händen zu gleiten.

Doch dank des goldenen Trainer-Händchens kam es anders. Der eingewechselte Schmidt vollstreckte zum „verdienten Sieg“. Weil dieser Szene ebenfalls eine strittige Entscheidung pro Wahrenholz vorausging, bedachte Vorsfeldes Nico von der Ohe den Unparteiischen mit einem paar unschönen Worten – Rot! Gleichstand beim Personal, nicht aber beim Endergebnis.

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