Handball – Landesliga Damen: Wittingen behält gegen Zweidorf II locker die Oberhand

„Ungefährdet und mega-schlecht“

Die Spielerinnen aus Zweidorf konnten sich strecken wie sie wollten. Wittingen (Nathalie Glamann/r.) war zu stark. Foto: mj

mj Wittingen. „Ungefährdet und mega-schlecht gespielt. “ Nach dem 21:14 (11:6) über Schlusslicht SG Zweidorf/Bortfeld II rang Christian Gades, Trainer der Wittinger Landesliga-Handballerinnen, mit seinen Gefühlen.

Auf der einen Seite standen die gewonnenen Punkte, auf der anderen die Art des Sieges. „Wir haben nur zehn Minuten gut gespielt. Eigentlich musst du so einen Gegner höher besiegen und darfst nicht mehr als zehn Gegentore kriegen“, ärgerte sich Gades über den Auftritt seines Teams.

Sein Vorwurf: „Die Mädels waren vom Kopf nicht wach genug. Viele haben wohl gedacht, dass wir gegen Zweidorf/Bortfeld einfach so gewinnen. Das war lethargisch, da war kein Feuer drin.“

Oder nur kurz. Vom zwischenzeitlichen 3:3 setzte sich Wittingen bis auf 13:6 ab. In der Deckung griffen die VfL-Damen zeitweise zu, provozierten Fehler beim Gegner und kamen zu einfachen Toren.

Im Gefühl, einen sicheren Sieg einzufahren, ließen es die Gastgeberinnen schleifen. In Abwehr und Angriff. „Wir haben viele Bälle weggeworfen. Da waren zahlreiche gezwungene Aktionen dabei. Wir haben auch nicht gut umgeschaltet. In der Abwehr haben wir die SG ohne Körperkontakt werfen lassen“, listete Gades die Versäumnisse auf.

Das lückenhafte Deckungsverhalten kam immerhin Torfrau Daniela Jübermann zu Gute. In der Dauer-Dämmerphase ihres Teams rettete sie mehrfach einen knappen Vorsprung. „Daniela hat das gut gemacht und einiges gehalten. Es hätte auch noch einmal knapp werden können“, meinte der Wittinger Trainer.

Näher als auf vier Tore kam Zweidorf/Bortfeld II nicht heran. Sorgen habe er nicht gehabt, erklärte Gades. Das Potenzial seines Teams sei für das Schlusslicht noch zu hoch gewesen. Fraglich, so Gades, sei, ob diese Leistung auch gegen andere Teams reichen würde.

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