Fußball – Kreisliga: Germanen sitzen Spitzenreiter Rühen im Nacken / Trostloses 0:0 für Knesebeck / Brome siegt

Ummern: Erst fast Spielabbruch, dann 4:0!

Es lief nicht rund: Der VfL Knesebeck (r. Francesco Natale) kam gegen den TuS Müden nicht über ein 0:0 hinaus.
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Es lief nicht rund: Der VfL Knesebeck (r. Francesco Natale) kam gegen den TuS Müden nicht über ein 0:0 hinaus.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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ib. Edeljoker Tino Kupka hat den SV BW Rühen an der Spitze der Fußball-Kreisliga gehalten. Der Aufsteiger führt, Kopf an Kopf mit dem ebenfalls erfolgreichen VfL Ummern (4:0 in Westerbeck), weiter überraschend das Klassement an.

Derweil büßte der VfL Knesebeck den Kontakt nach einer Nullnummer ein.

SV Westerbeck – VfL Ummern 0:4 (0:1)

Für einen kurzen Augenblick durften sich die Germanen aus Ummern gestern im Glanz der Tabellenführung sonnen, ehe dann doch der Rühener Auswärtssieg in Triangel im Internet aufleuchtete. „Es sieht ja ganz gut aus, wenn man oben steht“, grinste VfL-Coach Jörg Drangmeister. Allerdings wäre es zu dieser Momentaufnahme fast nicht gekommen, denn die Begegnung stand zur Halbzeitpause vor dem Abbruch! Offenbar hatten Westerbecker Zuschauer den Schiedsrichter beim Gang in die Kabine beleidigt, dieser wollte erst nicht mehr anpfeifen. Erst nach einigem Zureden ging es weiter (mehr dazu am Dienstag in der IK-Nachspielzeit). Ummern führte zu diesem Zeitpunkt durch einen verwandelten Foulelfmeter von Torjäger Vitali Sterz knapp mit 1:0. Nach einer kurzen Anlaufphase in Durchgang zwei machte der Tabellenzweite gegen den Vorletzten dann alles klar auf dem holprigen Geläuf. Zu den Platzverhältnissen merkte Drangmeister ironisch an: „Das kann man nicht als Fußballplatz bezeichnen, das ist ein Acker. Daher kam kein Spielfluss zustande.“

VfL Knesebeck – TuS Müden-D. 0:0

Eine Woche zuvor noch das Schützenfest gegen Westerbeck, nun die triste Nullnummer gegen Müden-Dieckhorst. Knesebeck wandelt zwischen den Gefühlswelten. Trainer Detlef Weber sprach im Anschluss von einem „typischen November-Spiel bei schwierigen Bodenverhältnissen.“ Wobei es daran letztlich nicht lag, dass die Einhörner nicht weitergaloppierten. „Wir haben es nicht geschafft, Ideen zu entwickeln. Müden stand sehr kompakt und hat uns nicht viele Räume angeboten.“ Außerdem hatten die Gastgeber Pech, dass nach gut 65 Minuten nicht auf Handelfmeter entschieden wurde, als Marco Jäkel abgezogen hatte. „Der Arm geht ganz klar raus und hoch vom Körper weg“, hätte sich Weber in dieser Szene den Videobeweis auch in der Kreisliga gewünscht. Letztlich fehlte den Knesebeckern, anders als anderen Teams, in so einer verzwickten Lage die Effektivität, um aus wenig dann doch noch viel zu machen.

SV Triangel – SV BW Rühen 1:2 (0:0)

Anders als in der Vergangenheit entwickelt Überflieger Rühen immer mehr „Nehmer-Qualitäten“, freute sich Kapitän Fynn Jennerich nach dem späten, aber verdienten Sieg beim SV Triangel. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison geriet der Überraschungs-Primus in Rückstand durch einen „fragwürdigen“ Foulelfmeter. „Aber so lange hat uns das nicht geschockt“, betonte Jennerich. Ein Torwart-Geschenk half den Blau-Weißen dann wieder auf die Beine. Und sie wollten mehr: „Wir haben auf Dreierkette umgestellt. Es war die Willenskraft, das Spiel noch zu gewinnen“, so der SV-Leitwolf. Tatsächlich stach Tino Kupka kurz nach seiner Einwechslung noch zum 2:1 zu.

FC Brome – SV Meinersen 1:0 (1:0)

Anders als die Knesebecker landete der FC Brome in seinem Heimspiel gegen Meinersen den Lucky Punch. Und das schon recht zeitig: Nach einer Ecke war Riaan-Philipp Schmidt zur Stelle. Dabei hatten die Gäste eigentlich die Mega-Chance zur Führung besessen. „Ein Stürmer von denen hatte schon alle ausgespielt, das Tor war leer – doch dann zieht er nach außen und läuft zurück. Ganz komisch“, schüttelte nicht nur FCB-Teammanager Hendrik Joswig verständnislos mit dem Kopf. Auch in der Folgezeit hätte die SVM gut und gerne zum 1:1 kommen können, Brome wiederum ließ die Konterchancen zur Vorentscheidung liegen. So lag jederzeit Spannung in der Luft. Joswig: „Es war kein Langweiler-Spiel.“ Letztlich gab es auch für das zarte 1:0 drei Punkte, dank denen die Burgherren oben dran bleiben.

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