Fußball – IK-Nachspielzeit: Germanen in Negativspirale gefangen / Germers Comeback geht unter / HSV mit Standard-1:1

Der VfL Ummern und die bitterböse Fünf...

Da zieht’s einem glatt die Schuhe aus... Der VfL Ummern (M. Vitalij Sterz) hat still und heimlich fünf Pflichtspiel-Pleiten in Serie hingelegt. Trainer Michael Alms (Hintergrund) mahnt. Foto: Barrenscheen

Mit einem Comeback der unschönen Art, der bösen Fünf in Ummern und dem Standard-Resultat zwischen Hankensbüttel und Ehra-Lessien startet heute die IK-Nachspielzeit wieder durch.

Künftig werden die Fußball-Fans der Region an dieser Stelle jede Woche wieder Buntes von den Plätzen lesen.

Diese eigentlich hocherfreuliche Personalie ging mit dem gesamten VfL Wahrenholz unter... Beim herben 0:4-Dämpfer des Fußball-Bezirksligisten gegen den TSV Hehlingen feierte Niklas Germer nach langwieriger Zwangspause – er hatte sich am Kreuzband verletzt – sein Pflichtspiel-Comeback bei den Schwarz-Gelben. Eine traurige Rückkehr auf den Platz für den Mittelfeld-Strategen. Germer wurde nach 65 Minuten eingewechselt; da lag das Taterbusch-Team bereits hoffnungslos mit 0:3 im Hintertreffen, selbst für einen Führungsspieler zu viel Bürde, um die Kohlen noch aus dem Feuer zu holen. „Er strahlt Ruhe aus, konnte aber nicht mehr viel rumreißen, wenn die anderen keinen Bock haben“, meinte der Wahrenholzer Co-Trainer Benjamin Wrede. An und für sich hatte der VfL gehofft, mit Germer und Jan-Patrick Schön von der Bank noch einmal neue Impulse bringen zu können, doch dafür stimmte schlichtweg das Gesamtpaket hinten und vorne nicht. Zu seinem (Kurz-)Debüt kam Jan-Rene Haak, der im Winter vom MTV Isenbüttel gekommen war. Fast hätte es sogar für die Startelf gereicht, doch nach den Vorbereitungs-Eindrücken entschieden sich Chefcoach Torben Gryglewski und Wrede auf der Linksverteidiger-Position für Daniel Schmidt.

Gib’ mir fünf! Dieser Spruch dürfte neuerdings in Ummern verpönt sein. Nicht nur, dass die Germanen ihr erstes Match gegen den SV Tappenbeck durch fünf Gegentore (4:5) auf unglaubliche Art in den Sand setzten. Dadurch schrumpfte der Vorsprung auf den Tabellendrittletzten der Kreisliga auch auf fünf Punkte – statt wie erhofft auf elf anzuwachsen. Damit nicht genug der Fünfologie: Es war jahresübergreifend auch die fünfte Punktspielpleite in Serie für den Neuling! „Die Bilanz ist erschreckend“, hört Trainer Michael Alms die Alarmglocken läuten und fügte sarkastisch hinzu: „Wir sind auf einem guten Weg...“ Zu allem Überfluss fehlen am kommenden Sonntag im Derby gegen den Wesendorfer SC auch noch vier Skiurlauber. Alms nimmt sein Kollektiv in die Pflicht: „Wir haben uns das selbst eingebrockt, jetzt zeigt sich das wahre Gesicht – wir müssen zusehen, den Hebel wieder umzulegen.“

Wenn der SV Hankensbüttel auf den TuS Ehra-Lessien trifft, scheint ein Unentschieden bei Oddset oder anderen Anbietern ein todsicherer Tipp zu sein... Zum vierten Mal standen sich die Clubs am Sonntag in der 1. Kreisklasse 1 gegenüber, zum vierten Mal endete das Duell remis, zum dritten Mal sogar 1:1. War dieser Standard-Patt Trainer Richard Matis eigentlich bewusst? „Mein Torwart Malte Hundt hat es mir hinterher erzählt.“ Selbst war er schließlich nur in dieser Spielzeit beteiligt. Eigentlich könnten sich der HSV und der TuS doch eigentlich künftig die Spiele sparen, der Ausgang steht ja praktisch fest. Matis interveniert sofort: „Das wird nicht so bleiben, das verspreche ich.“ Unter seiner Regie soll der Bann gegen Ehra-Lessien in der kommenden Saison gebrochen werden. Es hätte auch schon längst erledigt sein können. „Ich hätte gerne mehr Tore gesehen, aber wir waren mal wieder zu blöde“, haderte Hankensbüttels Coach.

Von Ingo Barrenscheen

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