5. Gifhorner Lauftag: Neue Rekordbeteiligung / Wesendorfer Schule mit 40 Teilnehmern vertreten

Umgestürzter Baum kein Hindernis

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Die Oberschule Wesendorf war zwar nicht die teilnehmerstärkste Schule, war aber wieder extrem gut vertreten. Ganze 40 Schüler gingen in Gifhorn an den Start. Fotos: Ohse

Gifhorn. Viel mehr ging nicht! Bei den Zetteln für die Nachmeldungen, die offensichtlich auch wegen des sommerlichen Wetters zu den Voranmeldungen zum Gifhorner Lauftag dazu kamen, wurde es knapp.

„Die sind alle weg“, sagte der Organisator und Leiter der Laufsparte VfR Wilsche/Neubokel Stefan Hölter am Sonntag auf dem Gelände der Flutmulde. Daher wusste er genau die Zahl der Nachmeldungen. Und das waren 70, die die Gesamtzahl der Teilnehmer bei dieser fünften Auflage mit 600 auf einen neuen Rekord trieben.

Auch der Bike-and-Run Halbmarathon erfreute sich reger Beteiligung. Im Zweier-Team gingen die Teilnehmer hier an den Start, wechselten sich ab.

Nicht nur beim Hauptlauf, auch bei den Startern im Nordic Walking war die Zahl sichtbar höher als zuvor. Außer den Starts für Einzelläufer gab es für die Sportler den Südheide-Marathon, den Halbmarathon, den Bike-and-Run-Halbmarathon für Zweierteams sowie den Team-, den Firmen-, den Kinder- und den Inklusionslauf.

Den Südheide Marathon gewann Steve Dolezych aus Steimke, der erst ungefähr bei der Hälfte der Strecke bemerkte, dass ein Sieg möglich ist. Im Wechsel mit dem Hannoveraner Georg Schuchardt setzte er sich einen Kilometer vor dem Ziel endgültig durch, während Sylke Kuhn sich bei den Frauen vor allen anderen den Titel schnappte.

Animateur und Warm up-Beauftragter. Stefan Hölter (links) sorgte für ein gezieltes Aufwärmen.

Über die mehr als 150 Kinder, die an dem 800 Meter-Lauf teilnahmen, freute sich Hölter besonders. Die hatten vor allem auch ihre Eltern im Schlepptau, was die Besucherzahl zusätzlich hochtrieb. Ebenso gut gefragt war der Inklusionslauf, bei dem bei vier Teilnehmern mindestens ein Sportler mit Behinderung sein musste. Und die Teilnehmer zeigten vollen Ehrgeiz, gaben alles und waren schon vor dem Start motiviert. Die Stimmung war super. Hölter animierte die Startergruppen, die im Zehnminutentakt durch Landrat Andreas Ebel und Vertreter der Sponsoren losgeschickt wurden, mit Aufwärmübungen.

Dann knallte es, und losging’s durch den Südkreis, die Fahle Heide. Zuvor hatte es zudem Anweisungen und Informationen über die Strecke gegeben. Ein umgestürzter Baum musste umlaufen werden, so Hölter. Zwar habe man am Vortag alle 100 Meter Schilder aufgestellt, um den Weg zu weisen, die Streckenposten an den Verpflegungsstationen eingewiesen, aber so kurzfristig war der Stamm nicht zu entfernen. Bei allen Läufen gab es Teilnehmer aller Altersklassen. „Ein richtiges Familienfest“, freute sich Hölter. Bei den Schulwettbewerben war wieder die Oberschule Wesendorf stark vertreten und brachte rund 40 Schüler an den Start. Das wurde allerdings von der Gifhorner Alberst-Schweitzer-Schule getoppt, die mit etwa 80 Schülern angerückt war. Dass diese den Preis der teilnehmerstärksten Schule bekamen, stand somit schon am Anfang fest. Am Ende des Lauftags gab es die Laufparty vor der Bühne bei den Ständen. Dort wurden die Gäste von verschiedenen Gruppen unterhalten. Die MTV-Cheerleader, die Mitglieder der Fechtabteilung sowie die Hip-Hopper der Sportvereinigung Gifhorn hatten ihren Auftritt.

Auf der Sportanlage nutzten einige Sportler außerdem die Möglichkeit, Disziplinen für das Sportabzeichen abzulegen. Werner Riedel vom KSB stand mit Helfern dafür zur Verfügung. „Dieser Landkreis-Lauftag ist auch Mitglied der German Road Races“, verwies Hölter auf die überregionale Aufwertung. „Das ist ein echtes Qualitätssiegel.“ Die Mühlenmedaille erhielten alle Teilnehmer bereits nach den Läufen bei der Siegerehrung. Das schnellste Teams beim Inklusionslauf, das schnellste Firmenteam und die teilnehmerstärkste Schule werden zudem am 8. Mai im Gifhorner Rathaus ausgezeichnet. Aufgrund des warmen Wetters gab es auch einiges für die Bereitschaft des DRK zu tun, deren Mitglieder mehrere Läufer mit Kreislaufproblemen versorgten.

Von Burkhard Ohse

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