Handball – Landesliga LG Herren: Wittingen/Stöcken erwartet Schlusslicht

Umdenken vor Wochen der Wahrheit!?

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Stellt sich in dieser wichtigen Saisonphase in den Dienst der Mannschaft: Christian Breustedt (r.) wird trotz einer Knochenabsplitterung im Finger aus dem Clenze-Heimspiel heute gegen Müden/Örtze auflaufen.

Wittingen – Immerhin bei Malte Drangmeister hat es im Kopf schon einmal klick gemacht.

Als der angeschlagene Rückraumspieler der SG VfL Wittingen/Stöcken am Mittwochabend nach dem Training zusammen mit Christian Gades noch im Foyer der Halle saß, sprach er wahre Worte in den Augen seines Trainers: „Malte hat es gut zusammengefasst und ich hoffe, das ist auch bei dem ein oder anderen angekommen: Die Leute müssen langsam anfangen, sich im Klaren darüber zu sein, dass du auch in der Landesliga nicht einfach jede Mannschaft im Vorbeigehen besiegst. . . Aber woher soll es auch kommen!?“ Nur selten üben die hiesigen Handball-Herren im zweistelligen Personalbereich – so kann sich nichts einschleifen. Und doch muss der Freiwillig-Absteiger in die Landesliga Lüneburg in den kommenden Wochen der Wahrheit – beginnend mit dem heutigen Heimspiel (19. 15 Uhr) gegen das Punktlos-Schlusslicht MTV Müden/Örtze – abliefern.

So viel ist klar. Denn ansonsten müsse man sich am Ende des Jahres, drei Tage vor Weihnachten, über eine Situation unterhalten, „die nicht ganz so schön ist“, unterstreicht Gades. Die da lauten würde: Abstiegskampf! Noch schwebt Wittingen/Stöcken mit einem guten Polster von fünf Zählern Vorsprung über den drei Plätzen jenseits der roten Linie. Doch an den kommenden drei Spieltagen warten eben genau jene Teams, die händeringend um den Anschluss ans rettende Ufer kämpfen. „Wir spielen nacheinander gegen den Letzten, Vorletzten und Drittletzten. Das sollten schon ein paar Punkte her – meiner Meinung nach müssten es sogar sechs sein“, verlangt der SG VfL-Coach durchaus mit Nachdruck. Nicht das plötzlich der Tannenbaum brennt.

Angesichts der bisherigen Bilanz des Tabellenletzten Müden (acht Pleiten in acht Spielen mit im Schnitt über zehn Toren Differenz!) darf im Grunde auch nichts schief gehen heute in der Gelben Hölle. Doch Gades schiebt das klassische „Trainer-Aber“ ein. Die Gäste wären einerseits noch nicht an dem toten Punkt angelangt, wo sie sich selbst schon mit dem Untergang abgefunden hätten. Andererseits treten die Brauereistädter auch nicht in Bestbesetzung an. Simon Bartel, Tim Schmidt und Peter Schultze fehlen, Christian Breustedt beißt immerhin trotz einer Knochen-Absplitterung im Finger im Sinne der Mannschaft auf die Zähne. Gades fordert: „Wir müssen den Kampf annehmen. Es wird mit Sicherheit nicht über 60 Minuten schöner Handball sein.“ Hauptsache erfolgreicher...

VON INGO BARRENSCHEEN

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