Fußball – Kreisliga: SV Sprakensehl und FC Brome heiß auf das erstaunliche Gipfeltreffen / Für Thielemann schließt sich ein Kreis

Überraschungs-Hit! Momentaufnahme oder mehr?

Das Wiedersehen wird nicht zum Schneeballett: Im Februar schmiss der FC Brome (l.) den SV Sprakensehl aus dem Pokal, nun kommt’s zum Kreisliga-Gipfeltreffen. Foto: Barrenscheen

Sprakensehl. Feste soll man feiern, wie sie fallen. So halten es auch der SV Sprakensehl und FC Brome. So unverhofft es für den Tabellenersten und -zweiten der Fußball-Kreisliga auch sein mag: Das Gipfeltreffen am Sonntag (15 Uhr) nehmen sie aktuell auch als solches wahr.

Begeisterung in beiden Lagern. „Bei uns ist es bisher optimal gelaufen, auch bei Brome läuft es wie geschmiert. Wir freuen uns auf dieses Spiel“, sagt Sprakensehls Coach Rouven Lütke. Und gibt zu: Ja, „im Augenblick ist es ein Gipfeltreffen.“ Wobei seine Betonung auf Augenblick liegt. Schließlich seien erst fünf von 30 Spieltagen absolviert. Eine gewisse Orientierung in der Tabelle sei zwar vollzogen, angesichts der Leistungsdichte aber noch längst nicht fix. Lütke relativiert: „Ich bin froh, dass es so ist, wie es ist. Aber am 20. Spieltag wäre das noch etwas anderes. Deshalb müssen wir da nüchtern rangehen. Ob es wirklich die stärksten Teams sind, lasse ich mal dahingestellt. Es ist nur eine Momentaufnahme.“ Oder vielleicht doch mehr?

Der Höhenflug à la Sprakensehl überrascht die Konkurrenz nicht wirklich, ist als Aufsteiger aber auch nicht einfach so vorauszusetzen. Den noch erstaunlicheren Part in diesem Hit stellt aber der FC Brome dar. Auch für seinen Trainer Thorsten Thielemann. „Ich bin positiv überrascht von uns.“ Von seiner jungen, umformierten Truppe. Doch die Erfolge haben selbstbewusst gemacht. „Ich habe Respekt, aber keine Angst vor Sprakensehl“, sagt Thielemann. Für ihn schließt sich praktisch ein Kreis am Sonntag. Sein erstes Spiel als FCB-Coach bestritt er Anfang des Jahres in Sprakensehl im Pokal. Mit dem damaligen Sieg nahm der Aufschwung seinen Anfang. Daran werde er seine Schützlinge in der Vorab-Besprechung auch noch einmal erinnern.

Nun die Rückkehr. Thielemann sieht das Topspiel als „echten Härtetest. Danach weiß man, wo es hingegen kann.“ Wobei er die Geschichte ganz entspannt sieht. Brome ist Überraschungs-Zweiter, kann die 90 Minuten genießen. „Das wird eine richtig schöne Sache. Mal sehen, ob wir bestehen können.“

Ein Blick auf die Tabelle lässt den Schluss zu: Die bessere Abwehr gewinnt. Denn es treffen die beiden besten Offensiven aufeinander. Thielemann grinst: „Vielleicht erleben wir ja ein 8:8...“ Den Zuschauern wäre es zu wünschen.

Von Ingo Barrenscheen

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