Hallenfußball – Inoffizielle Kreismeisterschaften: Wittingen scheitert in Vorrunde

Tumulte! Wahrenholz hadert

Nicht dein Ernst!? Die Wahrenholzer Spieler (r. Patrick Schmidt, Jan-Patrick Schön) haderten im Viertelfinale mit den Entscheidungen des Schiedsrichters und verloren 1:4 gegen Calberlah.

Gifhorn. Das Sportzentrum Süd erlebte südländisches Temperament. Tumultartige Szenen überschatteten am Sonnabend die entscheidende Phase der inoffiziellen Hallenfußball-Kreismeisterschaft. Zu diesem Zeitpunkt waren die zwei Nordleuchten vom VfL Wahrenholz und VfL Wittingen/S.

bereits nur noch Zuschauer. Den Titel bei der 25. Jubiläums-Ausgabe gewann der MTV Gifhorn und darf sich als zusätzlichen Bonbon auf einen Testspiel-Kracher gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig freuen!.

Ein verdienter Erfolg. Wobei der Triumph der Kreisstädter mit einem faden Beigeschmack einherging. Der TSV Hillerse verlor nicht nur das hitzige Landesliga-Finale denkbar knapp mit 1:2, sondern auch die Nerven. Unschöne Szenen am Ende, als die Hillerser auf den Schiedsrichter einstürzten und Moritz Stubbe wegen einer Beleidigung nachträglich noch die Rote Karte erhielt! Bereits vorab im kleinen Finale hatte der Hexenkessel gewaltig gebrodelt: Nach dem 2:0 des TuS Neudorf-Platendorf flogen aus dem aufgebrachten Fanblock des unterlegenen SV GW Calberlah Bierbecher aufs Spielfeld. Beide Teams hatten übrigens ihre spannenden Halbfinals jeweils 2:3 verloren.

Aufregung hatte es auch beim VfL Wahrenholz gegeben. Das Taterbusch-Team hatte sich in der Gruppe A vor Titelverteidiger SV Gifhorn (3:2) und dem SSV Kästorf (2:4 nach Neunmeterschießen) als Erster durchgesetzt und damit das Ticket für die K.o.-Runde gebucht. Doch im Viertelfinale war Schluss mit lustig! Das 1:4 gegen Calberlah – zwischenzeitlich hatten die Schwarz-Gelben ausgeglichen – verhagelte Wahrenholz gehörig die Laune. „Ich will nicht auf den Schiedsrichter schimpfen, aber er war dem Spiel nicht gewachsen“, ereiferte sich Teambetreuer Carsten Klasing. Vor allem ein klares, aber nicht geahndetes Foul an Lars Koch erregte die Gemüter. „Im Gegenzug fällt das 3:1“, haderte Klasing. So saß der Frust zunächst tief nach der guten Vorrunde. „Na klar ist es schade. Wir hätten noch gerne eine Runde überstanden, dann hätten wir noch zwei Spiele gehabt“, seufzte der VfL-Coach.

Der andere VfL aus Wittingen hatte bereits in der Gruppenphase die Segel gestrichen. „Wir waren einfach zu grün“, bilanzierte Trainer Naim Fetahu nach der ersten Teilnahme seit 1997. Sowohl gegen den MTV Isenbüttel (2:4) als auch gegen den TSV Hillerse (1:3) führte der Bezirksliga-Aufsteiger jeweils 1:0, knickte aber schnell ein. „Ich fand uns nicht schlecht, wir konnten mithalten“, meinte Fetahu. Doch den Brauereistädtern ging die Abgebrühtheit der Elite-Konkurrenz ab. „Damit bleiben wir in der ewigen Tabelle Letzter...“ Immerhin erzielte Aushilfs-Keeper Malte Sültmann mit einem langen Ball das Tor des Turniers.

Von Ingo Barrenscheen

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