Frauenfußball – Champions League: Hansen-Traumtor zum 4:0

„Türöffner“ Faißt: VfL souverän weiter

Sie setzte den traumhaften Schlusspunkt: Caroline Hansen (l.) erzielte mit einem Schuss in den Winkel den 4:0-Endstand im Königsklassen-Rückspiel der Wölfinnen gegen Subotica. Foto: Gades

Wolfsburg. Mit einem deutlichen 4:0 (2:0)-Heimsieg haben die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg gestern Abend das Achtelfinale der Champions League erreicht.

Gegen den serbischen Serienmeister Spartak Subotica war die Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann über 90 Minuten drückend überlegen.

Die Gäste, die sich im Hinspiel ein 0:0 ermauert hatten, versuchten auch sechs Tage später Beton anzurühren. Die Wölfinnen waren jedoch von Anfang gewillt, keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen zu lassen. Beleg dafür: ein Eckenverhältnis von 4:0 nach zehn Minuten. Die Gäste kamen bei Wolfsburger Dauerdruck kaum aus der eigenen Hälfte. Das Führungstor fiel allerdings erst in der 31. Minute, als Verena Faißt von der serbischen Abwehr vergessen wurde und aus Nahdistanz überlegt abschloss. „Schön, dass ich heute der Türöffner gewesen bin“, freute sich Faißt.

Kellermann konnte zu diesem Zeitpunkt zwar mit dem Spiel seiner Mannschaft, nicht aber mit der Chancenverwertung zufrieden sein. Er forderte seine Mannschaft lautstark auf, das Tempo weiter zu erhöhen. Das ließ sich Zsanett Jakabfi nicht zweimal sagen und dribbelte sich kurz vor der Pause in den Strafraum, ließ drei Gegenspielerinnen stehen und passte auf Julia Simic, die flach zum 2:0 verwandelte.

In der zweiten Hälfte drückte der VfL weiter. Nach starker Vorlage von Simic überwand Lara Dickenmann Suboticas Torhüterin ein drittes Mal (54.). Wenig später kam Caroline Hansen zu ihrem Saisondebüt in der Champions League. Die norwegische Nationalspielerin zeigte beim ersten Ballkontakt ihr Können und schlenzte von links aus 18 Metern genau in den rechten Winkel. Nach dem schönsten Tor des Tages hatte der VfL noch einige Chancen, ließ diese aber ungenutzt. Als Almuth Schult in der Nachspielzeit von den 850 Zuschauern Szenenapplaus für einen ihrer wenigen Ballkontakte bekam, hatte auch die Schiedsrichterin ein Einsehen und beendete die einseitige Partie.

„Wir haben unsere Lehren aus dem Hinspiel gezogen. Die Führung war daher auch nur eine Frage der Zeit“, erklärte Kellermann. Das Achtelfinale wird am Montag ausgelost.

Wolfsburg: Schult – Faißt, Fischer, Blässe – Dickenmann (61. Hansen), Bussaglia, Goeßling, Jakabfi (72. Jensen) – Bachmann (61. Pajor), Simic, Wullaert.

Tore: 1:0 Faißt (30.), 2:0 Simic (44.), 3:0 Dickenmann (54.), 4:0 Hansen (62.).

Von Arno Bausemer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare