Fußball – 1. Kreisklasse 1: HSV droht nach 1:1 die Rolle als weinender Dritter

Tülau hat weiter alle Trümpfe in Hand

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Es war viel Tempo drin im Topspiel der 1. Kreisklasse. Am Ende jubelte der SV Tülau/Voitze über den einen Zähler.

Hankensbüttel – Gerne ist vom lachenden Dritten die Rede. Der SV Hankensbüttel hingegen droht am Ende einer eigentlich guten Saison alles zu verspielen und der weinende Dritte in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 zu werden.

Das Team vom Jungbluth-Platz musste sich am gestrigen Sonntag im Endspiel um die Vizemeisterschaft – und damit die Aufstiegs-Relegation – mit einem 1:1 gegen den SV Tülau-Voitze begnügen und kann nun nur noch auf einen Ausrutscher der Grün-Weißen beim Saisonfinale hoffen.

Tristesse an der Steimker Straße: Für Evgeni Suskevic und den HSV ist der Punkt vermutlich zu wenig.

Dabei hätte der HSV alle Trümpfe an sich reißen können. Wenn er nicht vor dem Tor an den eigenen Nerven gescheitert wäre. Ohne Wenn und Aber räumte Tülaus Trainer Werner Vodde ein: „Es hätte anders ausgehen können, das gebe ich zu.“ Das Unentschieden sei schon glücklich gewesen, weil die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt, speziell nach dem Ausgleich durch Aboubacar Diakite (62.), mächtig auf die Tube drückten und den so wichtigen Sieg erzwingen wollten. „Sie haben noch einmal richtig Gas gegeben. Wir mussten uns einer Angriffswelle erwehren“, bestätigte auch Vodde. Eine Hankensbütteler Bogenlampe etwa tänzelte auf der Latte herum.

Ganz davon zu schweigen, dass der HSV in Hälfte eins bereits einen Foulelfmeter vergeigt hatte. „Den hat unser Torwart Nils Loeper bravourös gehalten, dabei war er richtig gut geschossen“, so Vodde. Somit rettete Loeper die knappe Pausenführung, die bereits in der achten Minute durch Dustin Jackwerth entstanden war und den Gästen spürbar „einen Schub“ gegeben hatte. Hankensbüttel hingegen hätte „erst einmal schlucken müssen“, meinte Tülaus Trainer.

Mit Glück und Geschick schaukelte das Überraschungsteam der Saison das 1:1 letztlich über die Runden. Selbst Schuld, Hankensbüttel! Das Heimteam sei logischerweise „etwas geknickt“ gewesen, schilderte Vodde. Von den HSV-Verantwortlichen war indes niemand zu erreichen nach diesem abermalig bitteren Rückschlag.

VON INGO BARRENSCHEEN

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