Fußball – 1. Kreisklasse 1: Abstiegskampf spitzt sich wieder zu / Schönewörde rettet 3:3-Remis

Tülau-V. sendet ein Lebenszeichen

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Abgezogen! In einem eher schwachen Spiel reichte dem SV Jembke (r.) ein einziges Tor zu drei Punkten beim zuletzt aufstrebenden SV Hankensbüttel (Jari Lilje). Der HSV brachte am Jungbluth-Platz herzlich wenig zustande.

Sie wollten Titelrivale Osloß (eine Woche zuvor 10:0) in nichts nachstehen: Meisterschaftsfavorit SV BW Rühen landete gestern in der 1.

Fußball-Kreisklasse 1 einen klaren 8:0-Erfolg beim designierten Absteiger SV Langwedel und holte sich dank des knapp besseren Torverhältnisses die Tabellenführung vom SVO (4:2 beim FC Parsau) zurück. Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf setzte der SV Tülau/Voitze mit dem unverhofften Coup in Tappenbeck.

SV Hankensbüttel –

SV Jembke 0:1 (0:1)

Etwas unglücklich musste der HSV die Punkte abgeben. Dabei hatten die Gastgeber nur wenige Chancen und blieben hinter den Erwartungen. Jembke überzeugte auch nicht, doch es reichte zum knappen Sieg. In der 33. Minute traf Sebastian Schultz zum 0:1. „Wir hatten einen schlechten Tag, kamen immer einen Schritt zu spät. Außerdem war keine Ordnung in den Aktionen“, so HSV-Trainer Richard Matis. In der zweiten Halbzeit hätte nach Eckbällen der Ausgleich fallen können, aber es lief nicht viel zusammen. Jembke verteidigte die Führung geschickt über die Zeit. So gingen die Punkte nicht unverdient an die Gäste.

SV Barwedel –

SV Eischott 6:1 (4:1)

Mit einer überzeugenden Leistung holte sich Barwedel die Punkte. Bereits nach zwei Minuten traf der stark aufspielende Pierre Wodarsch zum 1:0. Lucas Spellig schraubte die Führung auf 3:0. Als Wodarsch im Strafraum gelegt wurde, nutzte Jan-Eric Kuhnt den Foulelfmeter zum 4:0 (32.). Kurz vor der Pause stellte Kevin Volans den 4:1-Halbzeitstand her. Nach der Pause machte Barwedel weiter Druck und lag nach knapp einer Stunde mit 6:1 in Führung. „Die Begegnung war damit entschieden. Wir hätten zwar noch weitere Tore erzielen können, aber insgesamt war es eine starke Leistung unserer Mannschaft“, so Barwedels Co-Trainer Michael Goldbeck. Für Eischott wird die Luft damit immer dünner.

SV Langwedel –

SV BW Rühen 0:8 (0:4)

Dauer-Offensive: Der SV BW Rühen (M. Kevin Fries) setzte sich beim Schlusslicht SV Langwedel mit 8:0 durch.

Nur acht Minuten benötigte der Favorit aus Rühen, um durch Robin Harms in Führung zu gehen. Pech für die Gastgeber, dass sich Niklas Spengel verletzte und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. In den Folgeminuten hielt sich Langwedel jedoch gut, denn erst in der 24. Minute fiel das 0:2 durch Kevin Fries. Zwei Minuten später bereits das 0:3, das Tino Kupka erzielte. Bis zur Pause stürmte Rühen zwar weiter, doch erst in der 43. Minute gelang Robin Harms der 0:4-Pausenstand. „Wir hatten kaum eine nennenswerte Chance und können uns bei Torhüter Mike Schwarz bedanken, dass wir nicht höher zurücklagen“, so Langwedels Trainer Andreas Schiller. Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Gäste so weiter wie vor der Pause. In der 49. Minute besorgte Conner Drechsler für das 0:5. Bis zehn Minuten vor Schluss schraubten die Gäste die Führung auf 8:0. „Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient, denn wir hatten eine Reihe von guten Chancen“, so Rühens Trainer Sören Henke.

FC Germ. Parsau –

SV Osloß 2:4 (0:2)

Überraschung knapp verpasst: Der FC Parsau (l.) musste sich spät gegen Aufstiegsaspirant SV Osloß geschlagen geben.

Die Germanen durften bis zur 88. Minute von einem Punktgewinn träumen, doch dann war Mario Fischer mit einem Strafstoß erfolgreich und leitete den Sieg für Osloß ein. In der ersten Halbzeit bestimmten die Gäste das Geschehen und gingen bereits nach vier Minuten durch Björn Beith in Führung. Als Darius Delau in der 35. Minute das 0:2 erzielte, sah es gut aus für die Gäste. Doch in der zweiten Halbzeit brachte Björn Henke die Gastgeber zurück ins Spiel. Innerhalb von zwei Minuten glich er zum 2:2 aus. Doch Osloß fing sich wieder. Es dauerte allerdings bis zwei Minuten vor Schluss, bevor die Entscheidung fiel. Mario Fischer nutzte einen Strafstoß zum 2:3. In der Schlussminute stellte Felix Wesche den 2:4-Endstand her.

TSV Brechtorf –

FC Ohretal 3:4 (0:1)

Der FC Ohretal bleibt weiter in der Erfolgsspur. Nach einer spannenden Begegnung holte der FC die Punkte aus Brechtorf. Allerdings verlief die Begegnung in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Erst zwei Minuten vor der Pause gelang Marvin Gumprecht die Führung. Gleich nach Wiederbeginn traf Hannes Plaster zum 0:2. Aber Brechtorf gab sich keineswegs geschlagen. In der 51. Minute verkürzte Tyark Franzke auf 1:2, und eine Viertelstunde vor Schluss glich Lennart Klabunde zum 2:2 aus. Aber die Ohretaler berappelten sich in der Schlussphase wieder und gingen durch Gumprecht erneut in Führung (82.). Als Niklas Wrede zum 2:4 traf (85.), war die Begegnung entschieden. In der Nachspielzeit traf Steven Hartmann per Handelfmeter zum 3:4-Endstand. „Der Sieg der Ohretaler geht in Ordnung, denn in der zweiten Halbzeit hatten sie mehr vom Spiel“, gestand TSV-Trainer Andreas Stiegert.

SV Tappenbeck –

SV Tülau-Voitze 2:4 (1:0)

Der Tabellenvorletzte aus Tülau sendete in Tappenbeck ein Signal an die Kellerkonkurrenz und holte sich überraschend wie verdient die Punkte. „Wir hatten einen rabenschwarzen Tag, es lief nichts zusammen“, war Tappenbecks Trainer Christian Grundwald bedient. Dabei lief es im ersten Durchgang noch recht gut. Kurz vor Pause gelang Jonas Springborn die 1:0-Führung. Grunwald hoffte auf mehr Elan seines Teams nach dem Wechsel. Aber es kam anders. Tülau nutzte einige Fehler der Gastgeber geschickt aus und konterte mehrfach. So wurde Steffen Vodde im Strafraum gefoult und den fälligen Strafstoß verwandelte Tony Engelhardt zum Ausgleich. Den Gastgebern unterliefen weitere Fehler. Das nutzte besonders Engelhardt, der mit zwei Toren die Gäste mit 1:3 in Führung brachte. In der Nachspielzeit verwandelte Julien Naatz einen Foulefmeter zum 2:3. Nun kam noch einmal Hoffnung auf, aber Steffen Vodde schloss in der fünften Minute der Nachspielzeit einen Konter zum 2:4-Endstand ab.

TSV Grußendorf –

TSV Schönewörde 3:3 (1:1)

Der Gast aus Schönewörde holte sich nach einer Aufholjagd noch einen Zähler aus Grußendorf. Dabei sahen die Gastgeber beim 3:1 schon wie der Sieger aus. „Leider haben wir die Führung nicht ins Ziel gebracht und damit drei mögliche Punkte vergeben. Das ist ärgerlich, aber ein Punkt ist zumindest besser als verloren“, so der Grußendorfer Trainer Matthias Berneis. Die frühe Führung der Gäste erzielte Malte Jäger bereits nach sechs Minuten. Als Jonas Pöppel in der elften Minute im Strafraum gefoult wurde, nutzte Mirko Müller den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich. Nach einer Stunde war erneut Müller, die die Gastgeber in Führung brachte. Fünf Minuten später traf Sam Repenning zum 3:1. Aber Schönewörde schlug zurück. Zunächst traf Nikolas Müller zum 3:2 (70.) und in der 77. Minute glich Andre Wilde zum 3:3 aus. Damit retteten die Schönewörder noch einen Zähler.

Von Manfred Hallmann

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