Fußball – 1. Kreisklasse: Abstiegskandidat sammelt weiter Pluspunkte / Titelkampf spitzt sich zu

Tülau: Mittendrin statt nur dabei!

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Der SV Langwedel (Mitte) kann auch gegen den SV Jembke nicht punkten und unterliegt nach starker erster Hälfte mit 1:5.

Tülau ist der Gewinner im Abstiegskampf. Mit einem überraschenden 3:2-Sieg beim SV Barwedel hat sich der SVT wieder an die Nicht-Abstiegsplätze herangepirscht. Grußendorf, Eischott und Schönewörde unterlagen nämlich allesamt.

• SV Eischott – TuS Ehra-Lessien 1:2 (1:1)

Ehra setzte die erfolgreiche Serie auch mit einem Sieg in Eischott fort. „Wir hatten zwar gute Chancen, um etwas zu holen, aber einige gute Chancen blieben ungenutzt“, so SV-Trainer Jens Beyer. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ging Ehra in der 20. Minute durch Thomas Feibig in Führung. Eischott blieb aber dran und tauchte mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. „Aber wir haben nur Pfosten und Latte getroffen“, ärgerte sich Beyer. Der Ausgleich gelang aber schließlich doch noch, denn Niklas Bruchmann traf in der 38. Minute zum 1:1-Pausenstand. Im zweiten Durchgang wogte das Geschehen hin und her. In der 68. Minute kam eine Flanke vor das Tor der Gastgeber, die den Ball ins eigene Tor lenkten. Die größte Ausgleichschance hatte Eischott fünf Minuten vor dem Abpfiff, aber Marian Szczesniak schoss knapp über das gegnerische Tor. So blieb es beim knappen Sieg der Gäste.

• SV Langwedel – SV Jembke 1:5 (0:0)

Der SV Jembke setzte seine Erfolgsserie auch in Langwedel fort. Von Beginn an bestimmten die Gäste das Geschehen und erspielten sich die ersten Möglichkeiten. In der ersten Viertelstunde hielt Langwedel noch gut dagegen, aber mit zunehmender Spieldauer wurde der Druck größer. Nach dem 0:1 wollte Langwedel den Ausgleich, kam auch einige Male gefährlich vor das Gästegehäuse, aber ein Treffer wollte nicht gelingen. Jembke machte es besser und traf vor der Pause noch zwei Mal zum 0:3-Pausenstand. Als kurz nach Wiederbeginn Millemaci das 0:4 erzielte, war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Jembke begnügte sich mit dieser klaren Führung, blieb aber weiter gefährlich. Hinten stand Langwedel nun besser und ließ nur noch einen Treffer zu. „Wir hätten durchaus den einen oder anderen Treffer erzielen können, aber insgesamt geht der Sieg der Jembker in Ordnung“, so Langwedels Betreuer Dirk Rodewald. Nach dem 0:5 durch Bennet Illing verflachte die Begegnung. Matthias Köllner stellte mit dem Treffer zum 1:5 in der 78. Minute den Endstand her.

• SV Tappenbeck – TSV Brechtorf 5:2 (1:1)

Nach drei Minuten mussten sich die Hausherren erstmal schütteln. Miles Roderick hatte die Kugel aus 20 Metern ansatzlos in den Winkel gewuchtet und den SVT damit auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Bis zum 1:1 durch Henrik Berlinecke in der 27. Minute vergab Tappenbeck einen Haufen Chancen. Nach dem Seitenwechsel lief es dagegen besser. Daniel Pomper und Hendrik Krempin trafen innerhalb von nur vier Minuten zum 2:1 und 3:1. Berlinecke und Krempin hatten aber noch nicht genug und trafen je noch einmal, ehe Marc Heuchling immerhin noch das 2:5 gelang. „Sie haben zwar das schönere Tor geschossen, dafür haben wir drei mehr gemacht“, freute sich SVT-Coach Christian Grunwald. „Sie können mit den fünf Gegentoren noch gut leben, denke ich“, so Grunwald.

• TSV Grußendorf – FC Germ. Parsau 1:3 (0:1)

Einen lauen Sommerkick sahen die Zuschauer in Grußendorf. Der TSV stand tief, gab den Germanen nur wenig Räume. Trotzdem schafften es die Gäste, die Abwehrkette zu durchbrechen. Robin Werner behielt im Eins-gegen-eins mit dem Keeper die Oberhand und schob zum 0:1 ein (38.). Doch aus dem Nichts schlug der Gastgeber dann zurück, weil die FC-Hintermannschaft nicht klären konnte. Mirco Müller war der Nutznießer (58.). Davon ließen sich die Gäste jedoch nicht beeindruckten und holten sich schnell die Führung zurück. Zunächst traf Felix Höfermann (67.) zum 1:2, ehe Kevin Schulz (70.) nur wenige Augenblicke später zum 1:3-Enstand erfolgreich war. „Hinten haben wir nur wenig anbrennen lassen. Vor allem als Kollektiv haben wir gegen Grußendorf überzeugt“, bekräftigte FC-Coach Niclas Pilz.

• SV Hankensbüttel – FC Ohretal 3:4 (0:2)

Die Elf von Spielertrainer Matthias Bock war gedanklich schon beim Bierchen in der Kabine, da drehte der SV Hankensbüttel plötzlich auf. Die Aufholjagd kam freilich zu spät, zeigte aber, dass mit dem HSV immer zu rechnen ist. Im ersten Durchgang hatte der FCO trotz taktischen Ausprobierens noch alles im Griff. Rasmus Banse und Edmund Laeseke sorgten für ein komfortables 2:0 zur Pause. Als Niklas Wrede schließlich das 3:0 erzielte, schien die Messe gelesen. Jannis Hardel traf zwar noch per Kopf zum 1:3, doch Banse stellte mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. In den Schlussminuten kam es zum Bruch im Spiel der FCO. Evgeni Suskevic hatte das 2:4 markiert und Mark Lyra auf der anderen Seite für wiederholtes Foulspiel die Ampelkarte bekommen. Nach dem 3:4 durch Boris Ruder schwammen die Gäste plötzlich. „Da wurden wir zittrig, haben den Arsch aber am Ende doch noch über die Ziellinie schieben können“, atmete Bock auf.

• SV Barwedel – SV Tülau/Voitze 2:3 (1:1)

Der Abstiegskandidat aus Tülau reagierte gut auf den Kopfballgegentreffer von Jan-Eric Kuhnt. Magnus Hackenberger schob im direkten Gegenzug zum 1:1 ein. Barwedel hatte erhebliche Personalsorgen und wurde deshalb seiner Favoritenrolle überhaupt nicht gerecht. Lewin Keppler erzielte nach dem Seitenwechsel das 2:1 mit einem Schuss ins kurze Eck, ehe Steffen Vodde per Kopf erhöhte. Maurice Sielski traf noch zum 2:3, doch mehr war für die Gastgeber nicht drin. „Es war schon verdient“, meinte SVT-Coach Werner Vodde anschließend. „Wir konnten mit spielerischen Mitteln überzeugen.“

• SV BW Rühen – TSV Schönewörde 4:1 (2:0)

Der Tabellenzweite gewann zwar klar gegen den Gast aus Schönewörde, doch Spitzenreiter Osloß konnte der SV nicht verdrängen. Dabei begann es recht gut, denn bereits in der zweiten Minute traf Kevin Fries zum 1:0. Als Conner Drechsler in der 17. Minute zum 2:0 nachlegte, sah es gut aus für die Gastgeber. Aber Schönewörde ließ vor der Pause keinen weiteren Treffer zu. „Schönewörde hat gut verteidigt, aber wir haben auch etwas zurückgesteckt“, so SV-Trainer Sören Henke. Auch im zweiten Durchgang bestimmte Rühen das Geschehen und erhöhte in der 69. Minute auf 3:0, als Kai Weidig erfolgreich war. „Durch eine Nachlässigkeit in der Abwehr kam Schönewörde zum 3:1, aber zwei Minuten später haben wir den alten Abstand wieder hergestellt“, so Henke. Es bleibt also spannend in der Meisterschaft.

Von Manfred Hallmann und Christian Thiemann

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