Fußball – Bezirksliga: VfL Wahrenholz mit Halbzeit-Bilanz absolut einverstanden

Trotz Grinch ein voller Gabentisch...

Schön anzusehen: Jan-Patrick Schön (l.) verdient sich in dieser Szene als Fußball-Artist und führt mit acht Treffern auch die interne Wahrenholzer Torschützenliste an. Der VfL ist mit der Halbzeit-Bilanz zufrieden.
+
Schön anzusehen: Jan-Patrick Schön (l.) verdient sich in dieser Szene als Fußball-Artist und führt mit acht Treffern auch die interne Wahrenholzer Torschützenliste an. Der VfL ist mit der Halbzeit-Bilanz zufrieden.

Wahrenholz – Unmittelbar im letzten Spiel vor Weihnachten schlug dann doch noch der (grünweiße) Grinch zu und vermieste dem VfL Wahrenholz zumindest temporär die fröhliche Festtagsstimmung.

Wäre die 1:5-Pleite bei seinem Heimatverein FC Brome zum Abschluss des Jahres nicht gewesen: Trainer Thorsten Thielemann hätte ein kräftiges Ho-ho-ho als Antwort auf sein Halbserien-Fazit geschmettert. Doch letztlich ist der Gabentisch der Schwarz-Gelben auch so reichlich gedeckt.

22 Punkte waren es nach 17 absolvierten Partien Ende 2018 gewesen. 31 Zähler sind es nun nach 17 Spielen ein Kalenderjahr später. Statt knapp über der Abstiegskante zu überwintern, bewegt sich das Taterbusch-Team im Dunstkreis der Spitzengruppe. Insofern alles im schwarz-gelben Bereich. Erst Recht in Anbetracht der Feinheiten. Teils konnte Thielemann an den Spieltagen nur elf Akteure aus dem Kader der Ersten auffahren. Wieder mal chronisches Verletzungspech. So fielen die Mittelfeld-Motoren Marcell Meyer und Niklas Germer, nur als Beispiel, acht respektive 15 (!) Wochen lang aus. Abwehrchef Christopher Hartmann schleppte sich teils durch. Und und und... Daher bekräftigt Thielemann: „Wir sind trotz unserer vielen Ausfälle super durchgekommen. Dafür ist unsere Bilanz topp, so muss man das sehen. Man muss das Positive rausziehen. Wir haben eine super Punktzahl erspielt.“

Natürlich hätte er gerne unter dem Tannenbaum eine 34 statt eine 31 liegen gehabt. Doch ausgerechnet gegen seine alte Liebe Brome ließ ihn sein lange Zeit über Gebühr agierende Mannschaft dann doch noch im Stich. Thielemann hatte es irgendwie kommen sehen. „Es ist ärgerlich, wenn man das letzte Spiel so verkackt. Doch mit so etwas hatte ich ehrlich gesagt schon eher gerechnet. Ich war in den Spielen davor erstaunt, wie wir uns trotz der Bedingungen gut verkauft haben. In Brome waren wir dann fällig – es war logisch, dass es irgendwann so kommen musste... Da hat es uns voll erwischt!“

Abgehakt. Wahrenholz hat dennoch eine gute Basis geschaffen, um die beste Saison der vergangenen Jahre zu absolvieren. Wenn der VfL dieses Level hält. Und die Perspektive macht Thielemann zurecht Mut. Hofft er doch zum Neustart 2020 – grob geplant soll es am 25. Januar wieder mit der Vorbereitung losgehen (das einzig noch ausstehende Nachholspiel gegen den SV GW Calberlah wurde am 1. März neu angesetzt) – auf üppigeres Personal. Nur die Genesung von Marcell Meyer (Schambein-Entzündung) ist nicht absehbar. Außerdem ist Jonas Tetzlaff (wechselt zum Abstiegskandidaten VfR Wilsche-Neubokel) ein Streichkandidat. Neuzugänge benötigt der Coach trotz der Erfahrungen nicht: „Es gibt ja genügend Spieler, die hinten dran hängen, weil sie verletzt waren...“

VON INGO BARRENSCHEEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare