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4:1 trotz Chancenwucher: Oesingen lässt Fisch lange zappeln

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Von: Ingo Barrenscheen

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Ein Spieler wird von einem anderen Spieler abgegrätscht.
Es kann ja nicht alles gelingen: Groß Oesingens emsiger Goalgetter Leon Menzendorf (r.) hätte gegen die SV Gifhorn auch gut und gerne vier statt zwei Buden erzielen können, aber es langte auch so zum klaren 4:1-Sieg. © Ingo Barrenscheen

Wenn es ein Haar in der Suppe gab, dann die haarsträubende Chancenverwertung: Denn der SV Groß Oesingen hätte am gestrigen Sonntag beim hochverdienten 4:1 (2:0)-Erfolg in der Fußball-Bezirksliga über die SV Gifhorn auch locker die doppelte Anzahl an Toren erzielen können.

Groß Oesingen – Das änderte aber nichts daran, dass Trainer Torben König nach dem gelungenen Abschluss der Hinrunde „hochzufrieden“ war.

Denn seine Riege hatte die „beste erste Halbzeit“ der kompletten Halbserie aufs Grün gezaubert. Begünstigt durch den Ideal-Start mit dem 1:0 durch Ben-Lukas Wiegmann (4.) überrollte der Aufsteiger den arrivierten Bezirksligisten von der Eyßelheide phasenweise. „Wir haben richtig gut den Ball laufen lassen“, schnalzte König mit der Zunge. Auf diese legte sich einzig der Wucher vor dem gegnerischen Gehäuse wie ein leichter Pelz. Leon Menzendorf traf vor seinem 2:0 aus einem Meter nur die Latte, Wiegmann noch den Pfosten. „Wir haben vergessen, den Deckel zuzumachen“, so König.

Das hätte sich fast gerächt. Obwohl er mit seinen Spielern „100 Mal drüber gesprochen“ hätte, kam die SVG durch ihre extrem gefährliche Standard-Waffe wieder heran (60.) und ein wenig auf. „Gifhorn war schon wie ein Fisch an Land, hat sich aber irgendwie wieder ins Wasser reingezappelt“, zog der SVGO-Coach einen amüsanten Vergleich. So waberte eine gewisse Grundspannung über den Oesinger Sportplatz, dass die Gäste doch noch „einen reinhauen könnten“. Doch nach einem kurzen Schüttler gingen die Köng-Kicker wieder in die Offensive. Abermals versemmelten Menzendorf und Michel Meyer mit einem Kopfball haarscharf neben den Pfosten beste Gelegenheiten. Erst in der 89. Minute legte sich die Rest-Anspannung auf Seiten der Platzherren durch Goalgetter Menzendorf, Kühne verlieh dem Ergebnis gemäß Spielverlauf dann doch noch einen standesgemäßen Anstrich hinten raus. Dadurch kletterte der SVGO auf Platz sechs in der Tabelle. Ein starker Zwischenstand.

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