Fußball: B-Lizenzler macht „nächsten Schritt“

Trainer Waldemar Bier wechselt vom SV Sprakensehl zum SSV Kästorf II

B-Lizenz-Inhaber Waldemar Bier (M.) verlässt seine erste Cheftrainer-Station SV Sprakensehl im Sommer und sucht eine neue Herausforderung beim Kreisligisten SSV Kästorf II.
+
Seine Reise geht weiter: B-Lizenz-Inhaber Waldemar Bier (M.) verlässt seine erste Cheftrainer-Station SV Sprakensehl im Sommer und sucht eine neue Herausforderung beim zwei Klassen höher spielenden SSV Kästorf II. Schwarz-Gelb muss sich nun nach einem Nachfolger umschauen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
    schließen

Des einen Freud, des anderen Leid: Coach Waldemar Bier tritt im Sommer beim Fußball-Kreisligisten SSV Kästorf II die Nachfolge von Sebastian Ludwig an, deshalb muss sich der SV Sprakensehl (2. Kreisklasse) nun nach einem neuen Trainer umsehen.

  • Von einem SSV zum anderen: Trainer Waldemar Bier verlässt Sprakensehl und folgt dem höherklassigen Lockruf von Kästorf II.
  • Schwarz-Gelb lässt nun die Drähte für einen Nachfolger glühen.
  • Zumindest hat Sprakensehl eine Interims-Lösung in der Hinterhand...

Von einem Herzensverein zum anderen

Von einem SSV zum anderen. Von einem Herzensverein zum anderen. Mit beiden Vereinen hat Bier in der Vergangenheit viele schöne, gemeinsame Momente erlebt. Als junger Spieler kam er in Kästorf unter dem damaligen Erfolgstrainer Georgios Palanis groß raus, kickte dort mit Ludwig zusammen. Der bisherige Reserve-Chef leitete auch die Kontaktaufnahme zu seinem früheren Weggefährten und Nunmehr-Nachfolger ein. Bier erlag dem Lockruf. Als B-Lizenz-Inhaber hatte er ohnehin nach Höherem gestrebt irgendwann. „Ich habe immer gesagt, dass es mein Ziel ist, den nächsten Schritt zu machen.“ Die Chance an seiner alten Wirkungsstätte kam da wie gerufen. Ob er in Kästorf noch die Fußballstiefel schnüren wird, lässt der 34-Jährige offen. „Natürlich bin ich noch heiß.“ Doch erst einmal muss er sich ein Bild vom Kader machen.

Freilich wird er seinen jetzigen Klub mit einem weinenden Auge verlassen. „Sprakensehl liegt mir am Herzen. Dort hatte ich meine besten Fußballerjahre.“ Deshalb sei es ihm auch wichtig, bis zu seinem Abschied ein möglichst gut bestelltes Feld zu hinterlassen.

Die Drähte glühen...

Bier sei von Anfang an sehr offen mit dem Kästorfer Angebot umgegangen, sagt Sprakensehls Spartenleiter Bastian Schrader. „Das lief alles total fair. Für uns ist es natürlich schade, weil wir mit Waldemar etwas aufbauen wollten. Aber dass er diesen Schritt geht, ist absolut nachvollziehbar. Die Chance wollen wir ihm nicht verbauen.“ Dennoch stehen die Schwarz-Gelben nun unweigerlich vor der neuen Situation, ihren Trainer und dazu noch wichtigen Spieler ersetzen zu müssen. „Wir nehmen alle unsere Handys zur Hand, hören uns um, lassen alte Kontakte spielen – ob jemand irgendwen kennt, der wen kennt... Es ist natürlich nicht so einfach, einen neuen Trainer aus dem Ärmel zu schütteln“, bekräftigt Schrader. Zum Glück seien noch ein paar Monate Zeit bis zur neuen Spielzeit. Biers Erbe sollte ebenfalls bestrebt sein, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Der SSV-Spartenleiter sagt: „Unser Plan ist es, junge Leute ins Boot zu holen, um sukzessive etwas aufzubauen.“

Wir nehmen alle unsere Handys zur Hand, hören uns um, lassen alte Kontakte spielen – ob jemand irgendwen kennt, der wen kennt... Es ist natürlich nicht so einfach, einen neuen Trainer aus dem Ärmel zu schütteln.

Sprakensehls Spartenleiter Bastian Schrader zur Nachfolger-Suche

Sollte sich bis zum Sommer kein neuer Dirigent finden lassen, hat Sprakensehl zumindest eine Interims-Lösung in der Hinterhand: Fürs Erste werden dann Joseph Glassmann und Gültekin Gültas das Zepter schwingen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare