Handball – Regionsoberliga Frauen: Witzke bringt Erfolg zur SG VfL zurück

Träumen ist nun wieder erlaubt!

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Drei Siege, makellose Bilanz: Der neue Trainer Andreas Witzke führte die Damen der SG VfL Wittingen/Stöcken zurück in die Erfolgsspur.

Wittingen – Es läuft wieder! Die Handball-Damen der SG VfL Wittingen/Stöcken dürfen wieder optimistisch in die Zukunft schauen und vom baldigen Sprung in die Landesliga träumen. Eng mit dem Erfolg verbunden ist zweifelsohne der Name Andreas Witzke.

Der Wolfsburger, aus Brome stammend und lange Zeit selbst in der Brauereistadt aktiv, übernahm die Mannschaft vor der Spielzeit und führte sie zurück in die Erfolgsspur. Drei Siege in drei Spielen in der Regionsoberliga dürften Nachweis genug für die erfolgreiche Arbeit sein.

„Natürlich hat die Mannschaft den Hauptanteil am Erfolg“, möchte Witzke gar nicht so sehr im Vordergrund stehen. Doch seit er das Sagen bei der SG VfL hat, läuft es auf einmal wieder. Definitiv kein Zufall. „Mein Ziel war es, dass die Mädels nach einer verkorksten vergangenen Saison den Spaß am Handball zurückgewinnen. Zudem ist die Disziplin das A und O. Dementsprechend habe ich viele Einzelgespräche geführt“, erklärt der 34-Jährige, seine Ansätze.

Erst seit gut einem Jahr verfügt Andreas Witzke über die C-Lizenz und übernahm damals die Verantwortung bei den Damen des HSC Ehmen. „Eigentlich konnte ich es mir nicht vorstellen, eine Frauen-Mannschaft zu übernehmen. Doch meine Cousine hat dort gespielt und mich gefragt. Also wollte ich es mal versuchen“, blickt Witzke schmunzelnd zurück. Zuvor hatte er selbst seit der B-Jugend in Wittingen gespielt und musste seine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen vor etwa drei Jahren beenden.

„Dass ich irgendwann Trainer werden möchte, war für mich klar. Nur der Zeitpunkt war offen“, so der Wahl-Wolfsburger. Weil er langfristig höhere Ziele verfolgt, nahm Witzke nach nur einem Jahr in Ehmen das Angebot von der SG VfL („Die Qualität, speziell in der Breite, ist hier einfach deutlich größer“) an und übernahm im Sommer das Amt bei den Damen. Er bereut es bislang keineswegs: „Die Zusammenarbeit mit dem Verein, aber auch mit den Mädels ist wirklich gut. Alle ziehen richtig stark mit und es macht großen Spaß.“ Mit dem Spaß kam auch der Erfolg zurück. Die ersten drei Partien gegen den MTV Vorsfelde II (31:18), die HG ELM (27:19) und den HSC Ehmen (31:30) wurden allesamt siegreich gestaltet.

Dazu entwickelte sich die Mannschaft ganz zur Freude des Trainers von Partie zu Partie weiter. „Viel besser hätten die ersten drei Monate hier nicht laufen können. Speziell in Ehmen wartete eine richtige Probe auf uns, doch wie die Mädels dort aufgetreten sind und sich gegenseitig angefeuert haben, das war schon stark“, so Witzke. Der fügt allerdings auch an: „Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen.“

Der Weg, den Wittingen/Stöcken eingeschlagen hat, führt allerdings mit großen Schritten in Richtung Spitze. Genau dort möchte sich die SG VfL am Ende auch einfinden. „Wir sind uns alle einig, dass wir in die Landesliga wollen“, so der Übungsleiter. Doch er weiß auch, dass seine Mannschaft von größeren Verletzungssorgen verschont bleiben muss. Zumal unter anderem die Zergiebel-Zwillinge Lena und Nina aus privaten Gründen erst einmal bis Weihnachten ausfallen.

„Auch wenn es immer mal wieder schwierige Phasen geben wird, traue ich uns den Aufstieg zu“, verrät Witzke, der seine Schützlinge nach kurzer Erholungsphase nun auf die nächsten beiden Ligapartien gegen die SG Zweidorf/Bortfeld II (26. Oktober) und bei der HSG Langelsheim/Astfeld (2. November) vorbereiten wird. „Das sind zwei richtungsweisende Spiele für uns, wobei eine Menge Qualität auf uns zukommen wird. Schauen wir mal, was herauskommt“, so der 34-Jährige. Die sogenannten Wochen der Wahrheit für Andreas Witzke und die SG VfL Wittingen/Stöcken stehen also schon recht früh in der Spielzeit auf dem Programm.

VON FLORIAN SCHULZ

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