IK-Nachspielzeit – Hoitlinger Team überrascht ihren Keeper mit Werbe-Banner / Neuzugang für Sprakensehl

„Torwart sucht Frau“ – oder Beschäftigung

Torwart sucht Frau: Mit diesem lustigen Plakat warb Hoitlingens Team für ihren Junggesellen-Torwart Sebastian Oestreich. Foto: mj

ib/mj. Bauer sucht Frau? Nein, Torwart sucht Frau hieß das kurios-beworbene Motto in Hoitlingen. Wenige Kilometer weiter in Tiddische blieb ein Keeper indes arbeitslos – und der Kreisliga-Hit bewegte die Massen. Die IK-Nachspielzeit.

Über diese Zuschauerzahl würde sich manch ein Viertligist freuen: Den Kreisliga-Kracher zwischen dem MTV Wasbüttel und SV Sprakensehl (2:2) verfolgten an die 500 Zaungäste! „Der Hammer“, meinte SSV-Coach Rouven Lütke auch gestern noch unter dem Eindruck der Kulisse. „Das war ein ähnliches Format wie in der Vorsaison gegen Langwedel oder in Knesebeck.“ Sogar noch eine Spur geiler. Nur das späte Gegentor trübte das Sprakensehler Stimmungsbarometer leicht. Fast hätte der Spitzenreiter noch die direkte Antwort durch Waldemar Bier gegeben, der einen herrlichen Fallrückzieher ansetzte. Lütke: „Das wäre natürlich das i-Tüpfelchen gewesen.“

Derweil vermeldet der SSV einen Winter-Zugang. Daniel Hoffmann (JSG Nordkreis), früher beim Wesendorfer SC, kommt zurück in die Region. Der Allrounder trainiert bereits mit.

Wiedersehen macht Freude. Stefan Zimolong feierte mit dem VfL Vorhop eine gelungene Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. 4:2 bei seinem ehemaligen Klub TSV Grußendorf, mit dem er in die Kreisliga aufstieg und immer noch „sehr guten Kontakt“ hat, so der Coach. Davon zeugt allein die Tatsache, dass Zimolong samt Frau immer noch zur TSV-Weihnachtsfeier eingeladen wird. Doch am Sonntag ruhte die Verbundenheit. Zimolong: „Das habe ich meiner Mannschaft auch klar gesagt: Selbst wenn mein Opa gegen uns spielen würde – auf dem Platz gibt es keine Freunde!“ Die drei Punkte hatten für ihn natürlich noch ein bisschen mehr Wert als gegen x-beliebige Gegner.

Eiskalt waren sie beide – nur auf unterschiedliche Weise. Malte-Alexander Gercke und Christian Schnaase waren beim 5:0 des VfL Knesebeck in Tiddische nicht nur auf dem Platz, sondern auch in punkto Arbeitsintensität weit voneinander entfernt. Der wiedergenesene Nachwuchs-Knipser Gercke traf vorne dreifach und führt nun die interne Torschützenliste an. Trainer Marco Lenz: „Er bringt die Qualität mit, hat aber noch lange nicht seine Leistungsspitze erreicht.“ Pure Langeweile hingegen bei Schlussmann Schnaase. „Eigentlich hätten wir gar keinen Torwart gebraucht“, lachte Lenz. So harmlos waren die Teutonen. Der VfL-Coach: „Er musste gegen Unterkühlung ankämpfen, obwohl er in der Sonne stand...“

Er fängt Bälle. Nur die richige Frau hat Sebastian Oestreich (23) noch nicht eingefangen. Deshalb erlaubten sich seine Mitspieler vom Hoitlinger SV mit dem Keeper einen Scherz. Dieser hatte aus der Bierlaune heraus angekündigt, eine Werbe-Kampagne in eigener Sache starten zu wollen. Das übernahm die Mannschaft für ihn und hängte am Auffanggitter hinter Oestreichs Tor in Anlehnung an eine bekannte RTL-Show kurzfristig ein Plakat auf: „Torwart sucht Frau“. Als er den Banner erspähte, staunte Oestrich Bauklötze. „Er wollte nicht glauben, dass wir das wirklich gemacht haben“, grinste Trainer Ingo Trump und rührte in der weiblichen Welt die Werbetrommel: „Er ist ein herzensguter Mensch und macht jeden Blödsinn mit.“ Kurios: Nach dem Spiel sprachen Trump die Gäste aus Parsau an. Auch deren Ersatz-Keeper Marcel Krause sei Junggeselle. Trump: „Das hat ja dann gepasst.“

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