Fußball – Elf des Jahres: Meinecke, Arndt und Reinsdorf bilden treffsicheren Sturm

101 Tore geballte Offensivkraft

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Netzte in der 1. Kreisklasse 1 insgesamt 46 Mal ein: Der Wittinger Sven Arndt.

Isenhagener Land – Die Saison ist vorbei, mit den Pokalfinals wurden am Wochenende die letzten Partien gespielt. Deswegen ist es nun auch an der Zeit, ein Resümee zu ziehen und die besten Spieler der Saison zu ehren. Das IK präsentiert die Elf des Jahres.

Christian Graf (VfL Vorhop): Zwar musste der VfL Vorhop den bitteren Gang in die 1. Kreisklasse antreten, doch ohne Christian Graf hätte das gallische Dorf wohl noch mehr Gegentore kassiert. Der Keeper konnte sich das eine oder andere Mal auszeichnen, fischte einige eigentlich unhaltbare Schüsse noch aus dem Kasten. „Außerdem ist er auch ein ordentlicher Kicker, daher kann man ihn auch immer mit ins Spiel einbinden“, meint VfL-Spartenleiter Nicky Urbanitsch.

Manuel Schupp (Wesendorfer SC): Einen erheblichen Anteil an der herausragenden Rückrunde des WSC hatte Manuel Schupp. „Er ist vorneweg gegangen und hat sich als Stabilisator präsentiert“, schwärmt Coach Matthias Hopp. Auch neben dem Platz habe er seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt. Hopp: „Er ist menschlich und fußballerisch einfach nur erste Sahne.“

Riaan-Philipp Schmidt (FC Brome): Der Kapitän startete als Mittelfeldakteur in die Saison, musste dann aber aufgrund eines Wechsels in die Innenverteidigung rücken.

Die Schale in der Hand: Riaan-Philipp Schmidt hatte großen Anteil am Aufstieg des FC Brome. 

Auf der eher ungewohnten Position lief Schmidt zu Höchstleistungen auf. „Das war ein Schlüssel zum Erfolg“, beschreibt Vater und Trainer Mark-Oliver Schmidt. Im Zentrum der Viererkette war Schmidt stets präsent, verlor kaum einen Zweikampf. Hinzu kommen noch einige extrem wichtige Treffer für die Burgherren. So zum Beispiel ein Kopfball-Doppelpack am letzten Spieltag gegen den Wesendorfer SC.

Jari Lilje (SV Hankensbüttel): Mit nur 25 Gegentreffern stellten die Hankensbütteler die beste Abwehr der 1. Kreisklasse. Das war zugleich auch ein großer Verdienst von Innenverteidiger Jari Lilje, auf den als Kapitän ohnehin immer Verlass war. „Jari beißt sich immer durch, hat zudem einen tollen Charakter“, äußert sich Trainer Richard Matis über Lilje, der zu Beginn der Saison verletzt, anschließend aber in der Defensive eine „echte Bank“ war.

Lukas Camehl (VfL Wahrenholz): Die beste Entwicklung beim Bezirksligisten hat Lukas Camehl genommen. Das zumindest behauptet Trainer Thorsten Thielemann. „Er war eine lange Zeit nur Ergänzungsspieler, hat sich jetzt aber hinten links festgespielt.“ Zwar sei er noch nicht ganz bei 100 Prozent, aber doch schon auf einem sehr guten Weg dahin. „In der Regel hat er sich sehr konstant präsentiert“, betont Thielemann.

Thomas Bulach (TSV Schönewörde): Egal, ob der TSV hoch führt oder auch aussichtslos hinten liegt: Einer lässt den Kopf nie hängen beziehungsweise gibt sich nie zufrieden. Mit seinem unbändigen Ehrgeiz ist Bulach 90 Minuten lang fast überall auf dem Platz zu finden, ruht sich so gut wie nie aus. „Er kämpft und läuft – egal, wie es steht. Als Gegenspieler ist Thomas wirklich sehr eklig. Er ist enorm fit und hat seine Leistung über die gesamte Saison hinweg gebracht“, ist Schönewördes Noch-Coach Dennis Dornuf von seinem Sechser, der dazu auch noch einen guten Abschluss hat, enorm angetan.

Niklas Dierks (SV Groß Oesingen): Er ist die Variabilität in Person. Egal, ob hinten, vorne, im Zentrum oder auf Außen. Niklas Dierks musste in dieser Saison auf einigen Positionen ran, hat aber laut Trainer Torben König überall überzeugt. „Er hat immer eine reife Leistung gezeigt. Du kannst dich immer auf den Jungen verlassen – und das ist extrem wichtig.“ Lediglich an einer Eigenschaft müsse er in Zukunft noch weiter arbeiten. „Vor dem Tor wird er manchmal zu nervös. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben“, so König.

Christian Sterz (VfL Germania Ummern): Genau wie Niklas Dierks ist auch Christian Sterz sehr wandelbar. Meistens kam er im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, musste aber auch mal als Innenverteidiger agieren. „Er ist auf jeder Position wertvoll“, adelt Übungsleiter Jörg Drangmeister seinen Schützling. Zum einen überzeugte er als Abräumer vor der Abwehr, zum anderen aber auch als Spielgestalter. Laut Drangmeister hat er in dieser Saison einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. „Er ist sehr ehrgeizig. Das ist seine größte Stärke. Manchmal aber muss ich ihn sogar ein bisschen bremsen.“

Sven Arndt (VfL Wittingen/Suderwittingen): Wer 46 Tore in nur einer Saison erzielt, der gehört wohl zwangsläufig in eine Elf der Saison. Arndt ist mittlerweile so etwas wie ein Gesicht des VfL – und natürlich der Mann für die (wichtigen) Treffer. „Sicherlich ist auch die gesamte Mannschaft dafür verantwortlich, doch Sven ist einfach unberechenbar und schießt aus Positionen, aus denen ich persönlich nie schießen würde“, verrät sein Trainer Naim Fetahu. Ein Großteil seiner Tore erzielte Arndt aber auch durch Freistöße und Elfmeter. Er übernimmt Verantwortung – und trifft und trifft und trifft.

Tim Reinsdorf (FC Germania Parsau): In seiner ersten Spielzeit in der ersten FC-Mannschaft platzte der Knoten bei Reinsdorf vor allem in der Rückrunde. Dort gelangen dem Angreifer viele wichtige Tore. „Er hat sich enorm weiterentwickelt. Für Tim genießt der Fußball generell hohe Priorität, er geht auch im Training immer voran“, schwärmt Coach Sören Henke von seinem ehrgeizigen Schützling, der – zumeist über die linke Außenbahn kommend – immerhin 19 Mal erfolgreich war.

Daniel Meinecke (VfL Knesebeck): Natürlich darf der Torschützenkönig der Kreisliga in der Elf des Jahres nicht fehlen.

Daniel Meinecke vom VfL Knesebeck sicherte sich in der Kreisliga die Torjägerkrone.

Mit insgesamt 36 Buden schnappte sich der Vollstrecker die Krone, noch vor Vitalij Sterz vom VfL Germania Ummern (34 Tore). „Er ist eingeschlagen wie eine Bombe“, staunt Knesebecks Co-Trainer Sebastian Sommer nicht schlecht. „Damit hatten wir nicht gerechnet.“ Vor allem in Kombination mit Francesco Natale zeigte sich Meinecke in der Offensive immer brandgefährlich. Ein wahrer Transfercoup ist den Einhörnern gelungen. „Er ist sehr ehrgeizig und will sich stets verbessern, das macht ihn so stark“, lobt Sommer.

VON JANNIS KLIMBURG UND FLORIAN SCHULZ

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