Fußball – Kreisliga: Geschröpfte Germanen erwarten Knesebeck

Topspiel mit Einschränkungen

Freies Geleit wird der VfL Ummern (3. v. r. Jannes Drangmeister) dem Topspiel-Gegner VfL Knesebeck (Toni Roggenbach) ganz gewiss nicht geben am Sonntag. Wenngleich die Germanen arg geschröpft sind.
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Freies Geleit wird der VfL Ummern (3. v. r. Jannes Drangmeister) dem Topspiel-Gegner VfL Knesebeck (Toni Roggenbach) ganz gewiss nicht geben am Sonntag. Wenngleich die Germanen arg geschröpft sind.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Ummern – Immerhin sind sie noch zu Scherzen aufgelegt. . . Die übrig gebliebenen Mohikaner des VfL Germania Ummern simulieren im Training dieser Tage gerne einmal Verletzungen – und jedes Mal zuckt ihr Trainer Jörg Drangmeister zusammen.

Wohl wissend, dass der arg dezimierte Kader keine weiteren Ausfälle verkraften kann.

So bewusst körperlos wie in den Einheiten wird es am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Kreisliga freilich nicht zugehen. Dann schlägt der VfL Knesebeck in Ummern auf. Erster gegen Zweiter. Amtierender Vizemeister gegen Vorjahresdritter. Ein Topspiel mit Einschränkunen auf Seiten der Gastgeber.

„Ich würde mir wünschen, dass es auch so etwas wird“, sagt Drangmeister mit Blick auf die verheißungsvolle Ausgangslage. Doch im nächsten Augenblick schießt ihm gleich wieder die prekäre Personallage in den Kopf. Angesichts von zehn Zählern aus vier Spielen klinge es wie Jammern auf hohem Niveau. Doch die Ausfälle von Melvin Riesch, Tristan Kuhls, Jannis Wilkens, Maximilian Kutz sowie der neuesten Lazarett-Insassen Tobias Krüger (schwere Knie-Prellung) und Christian Sterz (Innenbandriss im Knie, Hinrunde gelaufen) treffen die Germanen hart und sind „schwer zu ersetzen“. Drangmeister: „Wir kriegen schon eine Mannschaft mit Auswechselspielern zusammen für Sonntag – wo auch immer ich sie herkriege...“

Es sei dieser Handicap-Sachlage geschuldet, dass Ummerns Übungsleiter die Favoritenrolle nach Knesebeck weiterdelegiert. Doch Drangmeister hofft irgendwo auch auf eine Jetzt-erst-recht-Mentalität. „Die, die auf dem Platz stehen, werden alles geben. Wir haben noch Spieler mit Qualität, die die anderen mitreißen können.“

Erbitterte Gegenwehr, trotz aller Umstände, erwartet auch Knesebecks Coach Detlef Weber. „Ich gehe davon aus, dass es extrem schwierig wird, auch wenn Ummern dezimiert ist. Sie sind stabil geworden und nichtsdestotrotz brandgefährlich.“ Seine Einhörner genossen nach den Hardcore-Wochen den spielfreien Sonntag zuletzt, sprühen nun wieder vor Tatendrang. Und sind weitestgehend vollzählig. Selbst Torjäger Daniel Meinecke hat sich extra frei genommen bei der Arbeit. „Was ihm wahnsinnig hoch anzurechnen ist. Gerade in so einem Spiel ist es von doppelter Bedeutung, dass man reagieren kann“, unterstreicht Weber und schickt hinterher: „Die nächsten zwei Spiele sind richtungsweisend.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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