Fußball – 1. Kreisklasse 1: Wittingen, Tülau-V. und HSV geben sich keine Blöße

Top-Trio weiter im Gleichschritt

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Wäre doch Sören Henke mal früher zum FC Parsau gekommen: Die Germanen (links) hatten auch mit dem FC Ohretal (Malte Matte) keinerlei Probleme.

Isenhagener Land – Der Aufstieg ist zum Greifen nah. Doch noch muss sich der VfL Wittingen in der 1. Fußball-Kreisklasse 1 gedulden. Auch nach dem deutlichen 6:0-Erfolg gegen Fortuna Bergfeld. Denn auch die Konkurrenten Hankensbüttel und Tülau-Voitze ließen keine Federn.

VfL Wahrenholz II – TSV Grußendorf 2:1 (1:1)

Die Wahrenholzer holten sich im Kellerduell drei wichtige Punkte und verwiesen Grußendorf nun auf einen Abstiegsplatz.

Alles in die Waagschale geworfen: Der VfL Wahrenholz II (rechts) heimste Big Points gegen den TSV Grußendorf ein. 

„Der Sieg war zwar etwas glücklich, aber wir haben nach dem Rückstand wieder zurück ins Spiel gefunden und dann noch die Punkte gesichert“, meinte VfL-Trainer Ralph Meyer. Im ersten Durchgang war Grußendorf überlegen und hatte auch zahlreiche Chancen. „Aber sie haben das Tor nicht getroffen“, so Meyer. Erst in der Schlussviertelstunde wurde es spannend. Zunächst gingen die Gäste nach einem Freistoß durch Olaf Stein in Führung. Kurz vor Schluss gelang Jonas Finkbeiner der verdiente Ausgleich. Die Wahrenholzer gaben sich aber mit der Punkteteilung nicht zufrieden und schafften in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer durch Jan Sölter.

SV Tülau-Voitze – FC Brome II 6:1 (1:0)

Die Gastgeber begannen schwungvoll und setzten den FC stark unter Druck.

Weiter oben dabei: Der SV Tülau-Voitze (r.) sitzt dem Primus VfL Wittingen im Nacken. 

In der 6. Minute ein Handspiel im Strafraum und der Unparteiische zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch Andre Schmidt schoss über den Kasten. Nach gut einer Viertelstunde eine Chance für Tülau, doch Marvin Schneider schoss einen Freistoß in die gegnerische Mauer. Auch eine Ecke brachte nichts ein. Nach einer halben Stunde dann die Führung für die Gastgeber, als Andre Schmidt einen langen Pass von Schneider zur Führung nutzte. Weitere Chancen im ersten Durchgang blieben ungenutzt. Gleich nach dem Wechsel erhöhte Tülau den Druck. In der 53. Minute setzte sich Steffen Vodde durch und erzielte das 2:0. Drei Minuten später war Vodde erneut erfolgreich. Nach einer Flanke von Magnus Hackenberger war der Torjäger zur Stelle und traf zum 3:0. „Danach haben wir die Zügel etwa schleifen gelassen“, meinte SV-Trainer Werner Vodde. So gelang den Gästen in der 71. Minute der Anschlusstreffer, als Elian Schünemeyer nach einer Ecke per Kopf erfolgreich war. In der letzten Viertelstunde kam Brome etwas besser ins Spiel und tauchte einige Male gefährlich vor dem Tülauer Gehäuse auf. Doch mehr als einige Eckbälle sprangen dabei nicht heraus. In der Schlussphase waren wieder die Gastgeber dominant und schraubten das Endergebnis durch Tore von Schmidt, Dustin Jackwerth und Steffen Vodde auf 6:1. „Nach dem Treffer zum 4:1 haben wir noch einmal mächtig Dampf gemacht“, so Vodde.

SV Tappenbeck – TSV Brechtorf 2:3 (1:0)

Einige Fußball-Fanatiker hatten nicht unbedingt mit dem TSV Brechtorf unter den Top 5 gerechnet. Trainer André Bischoff dagegen schon. „Für mich ist das keine Überraschung. Die Jungs ziehen von Beginn an gut mit und daher brauchen wir uns auch vor keinem Gegner verstecken.“ Das machten die Gäste auch nicht beim SV Tappenbeck. Dennoch gingen die Hausherren in Front. Die Antwort kam dann direkt nach der Pause, als Jakob Hefenbrock einen Distanzschuss verwandelte (46.). Nun drehten die Gäste auf, zeigten einige sehenswerte Kombinationen auf dem grünen Teppich. Marius Jürgens war nach einer Flanke erfolgreich – 1:2 (60.). Doch der SV Tappenbeck ließ sich wie eine lästige Fliege nicht abschütteln, meldete sich mit einem Konter zurück in die Partie (70.). Doch das letzte Wort sollten die Brechtorfer haben. Steven Hartmann verwandelte einen Handelfmeter souverän zum 2:3-Erfolg (80.). Bischoff: „Wir hatten mehr vom Spiel, daher geht der Sieg in Ordnung.“

SV Jembke – Hankensbüttel 0:5 (0:4)

Die Hankensbütteler hatten keine Mühe, um sich in Jembke durchzusetzen. Nur in der ersten Viertelstunde hielten die Gastgeber mit, dann wurde die Überlegenheit des HSV immer deutlicher. In der 19. Minute sorgte Julius Fricke für die Führung des HSV. Die Gäste machten weiter Druck und Marvin Meyer erhöhte in der 27. Minute auf 0:2. Die Gäste spielten auch in der Folgezeit sehr konzentriert und hatte gute Torchancen. In der 38. Minute war Boris Ruder zur Stelle und markierte das 0:3. Kurz vor der Pause sorgte Dennis Moor mit dem Treffer zum 0:4 für den Halbzeitstand. Nach dem Wechsel versuchte Jembke sich etwas aus der Umklammerung zu lösen, aber die Hankensbütteler ließen nicht viel zu. In der 77. Minute sorgte Boris Ruder mit seinem zweiten Treffer für den 0:5-Endstand. In der restlichen Spielzeit gab es zwar noch einige gute Möglichkeiten, aber Jembke verhinderte mit etwas Glück eine höhere Niederlage.

FC Germania Parsau – FC Ohretal 6:1 (2:1)

Die Ohretaler leisteten im ersten Durchgang großen Widerstand, hatten sogar Chancen, in Führung zu gehen. Aber die Gäste scheiterten einige Male am ausgezeichneten Germanen-Schlussmann Luca Jander. „Ohretal hat im ersten Durchgang nicht viel zugelassen, doch nach dem Wechsel haben wir klar dominiert“, meinte Germanen-Trainer Sören Henke. Die Führung der Gastgeber besorgte Steffen Flaschel mit einem verwandelten Freistoß (19.). Vier Minuten später schloss Tim Reinsdorf eine gute Kombination mit dem Treffer zum 2:0 ab. Doch Ohretal gab sich keineswegs geschlagen, sondern kam kurz vor der Pause durch Sebastian Seidler, der einen Kopfball verwandelte, zum Anschluss. Die Vorentscheidung fiel gleich nach dem Wechsel, als Björn Henke das 3:1 erzielte. Als Reinsdorf eine Viertelstunde vor Schluss das 4:1 markierte, war der Widerstand der Gäste gebrochen. Reinsdorf sorgte mit zwei weiteren Toren für den 6:1-Endstand.

VfL Wittingen/S. – TSV Bergfeld 6:0 (1:0)

In der ersten Halbzeit bot Bergfeld dem Favoriten Paroli. So gelang dem VfL nur ein Treffer, den Christian Brauner in der 21. Minute markierte. „Bergfeld hat es uns in der ersten Halbzeit nicht leicht gemacht, doch nach dem frühen Tor im zweiten Durchgang war der Widerstand gebrochen“, so VfL-Trainer Naim Fetahu. In der Tat ließ Bergfeld vor der Pause nur wenig zu, so dass der VfL keine klaren Chancen erarbeiten konnte. Das änderte sich nach dem Wechsel. Der eingewechselte Lennard Emmermann sorgte mit dem Treffer zum 2:0 für mehr Sicherheit. Als Eugen Michel in der 53. Minute das 3:0 erzielte, war der Widerstand der Gäste gebrochen. Nun bestimmten die Wittinger klar das Geschehen und die Chancen häuften sich. Zunächst sorgte der stark spielende Christian Fricke für das 4:0 und Torjäger Sven Arndt markierte seinen 40. Saisontreffer zum 5:0 (88.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Nick Schnöckel mit einem Kopfball zum 6:0-Endstand.

SV Barwedel – Schönewörde 2:3 (1:0)

Gastgeber Barwedel sah nach einer Stunde Spielzeit wie der sichere Sieger aus, aber dann drehte Schönewörde die Begegnung. „Wir mussten wegen Verletzungen auf mehrere Stammkräfte verzichten, darunter Andre Brömel und Lucas Spellig“, sagte SV-Manager Hartmut Spellig. Die Gäste spielten in der ersten Halbzeit zwar gut mit, konnten die sich bietenden Chancen aber nicht nutzen. In der 43. Minute war es Pierre Wodarsch, der die Gastgeber in Führung brachte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte Barwedel weiter Druck und erhöhte durch Jan-Eric Kuhnt auf 2:0. Doch Schönewörde gab sich keineswegs geschlagen und fand ins Spiel zurück. Der aufgerückte Dennis Dornuf gelang in der 63. Minute der Anschlusstreffer zum 2:1. Dieser Treffer gab den Gästen gewaltig Auftrieb. „In dieser Phase machte sich das Fehlen der Erfahrung der eingesetzten Nachwuchsspieler bemerkbar und Schönewörde kam auf. Aber erst in der Schlussphase sollte der TSV für seine Bemühungen belohnt werden. Vier Minuten vor Schluss gelang Thomas Bulach der verdiente Ausgleichstreffer. Nicolas Müller setzte eine Minute vor Schluss noch einen drauf und traf zum 2:3 ins Tor der Gastgeber.

VON MANFRED HALLMANN

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