Fußball – 17. Volksbank-Hallenmaster-Cup, Gruppe C: Wittingen steht heute in Finalrunde / HSV mit Jfeily 2.0 ebenfalls

Titelverteidiger wankt kurz, fällt aber nicht

Enthusiastische Einundfuffziger: Die Fans des SV Langenapel sorgten für Stimmung unterm Hallendach. Auch deshalb fand Turnierboss Hartmut Bartel das Weiterkommen des SVL als „todschick“.

Wittingen. 40 Minuten verbrachten sie in Summe auf dem Parkett. Doch fast hätten zwei Sekunden den VfL Wittingen/S. gestern am zweiten Vorrundentag des 17. Volksbank-Hallenmaster-Cups ins Straucheln gebracht.

Doch die Lokalmatadoren erkannten die Zeichen der Zeit und liefen letztlich sogar noch als Sieger der – zumindest in der Spitze – dicht besiedelten Gruppe C ein.

Die Zehn muss stehen! Der SV Langenapel und SV Hankensbüttel brachten es auf dieselbe Punkte-Ausbeute wie die Brauereistädter, aber bei weitem nicht auf das Torverhältnis. So rutschte der VfL als Gruppenerster in die Zwischenrunden-Gruppe 3 mit dem ??? und MTV Beetzendorf (siehe oben), während der HSV mit Sprakensehl Brome eine reine Kreisliga-Kombo bildet.

„Ende gut, alles gut“, atmete der durchaus angekratzte Wittinger Trainer Naim Fetahu auf. „Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, dass wir so in Bedrängnis gekommen sind. Vielleicht können wir nur unter Druck arbeiten...“ Die besagte Zwangslage resultierte aus dem überflüssigen 3:3-Ausgleich im Spiel gegen den FC Eiche Mieste. Sven Arndt hatte die Hausherren 22 Sekunden vor Ablauf der Uhr in Führung gebracht. Zwei Sekunden vor Ultimo dann Freistoß für die Altmärker und Wittinger Kollektivschlaf. „Da kannst du noch so laut brüllen“, winkte Fetahu ab. Zack das Gegentor mit der Schlusssirene! Der VfL so nach der 1:3-Pleite gegen in diesem Spiel äußerst eiskalten Langenapeler mit nur vier Zählern aus drei Spielen.

Hankensbüttel hatte es in der Hand respektive auf dem Fuß, dem Titelverteidiger fast schon den garaus zu machen. Doch diese faustdicke Überraschung wendeten die Männer in Blau-Gelb ab, gewannen dank des Brustlösers von Malte Sültmann 3:0. Was wiederum den Nord-Rivalen leicht in Bredouille brachte. Doch Mieste patzte gegen den TSV Grußendorf. „Danach war der Drops gelutscht“, sagte HSV-Betreuer Jochen Spiller. Hankensbüttel war durch, zeigte aber noch einmal eine tadellose Einstellung und brachte Fanmagnet Langenapel die einzige Niederlage des Tages (2:4) bei.

Die Tickets to heaven seien „fast vorprogrammiert“ gewesen, meinte Spiller anschließend. Der HSV sieht den heutigen Finaltag in Wittingen ganz locker. Spiller: „Wir nehmen alles mit, was geht.“ Einen altbekannten Neuzugang hat der Club bereits mitgenommen: Der verlorene Sohn Fadi Jfeily ist zurück! „Das war ein kurzfristig entstandenes Arrangement, das wir nutzen wollten“, meinte Spiller. Dank intensiver Bemühungen erhielt der Wahl-Kölner eine Eil-Spielberechtigung und wird das Team auch in der Feldsaison verstärken. Jfeily 2.0 beim HSV!

Wittingen indes bangt nach einer Rückenverletzung für den heutigen Showdown um Patrick Gernsheimer. Fetahu war aber zunächst einmal froh, noch dabei zu sein: „Wir haben die Kurve noch gekriegt.“

Von Ingo Barrenscheen

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