Frauenfußball – Bundesliga: VfL hat es selbst in der Hand / Sonntag in Cloppenburg

Titel zum Greifen nahe

An Potsdam ist der VfL Wolfsburg (Lena Goeßling/l.) schon vorbeigezogen. Spätestens beim Endspiel in zwei Wochen will der Titelverteidiger auch noch Frankfurt überholen. Foto: dpa

Wolfsburg. An der Spitze der Bundesliga standen die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg in dieser Saison noch nicht. Die Chancen, dass der Titelverteidiger zwei Spieltage vor dem Saisonende das Rennen wieder für sich entscheidet, sind glänzend.

Während die zweitplatzierte Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann am Sonntag (14 Uhr) beim Vorletzten BV Cloppenburg gastiert, trifft die Konkurrenz aus Frankfurt (1. ) und Potsdam (3. ) zeitgleich im direkten Duell aufeinander.

Der Ausgang des Hits ist für die VfL-Frauen nebensächlich. Da die Wölfinnen am letzten Spieltag Spitzenreiter Frankfurt zu Hause empfangen, haben es die Grün-Weißen selbst in der Hand. „Wir freuen uns, dass wir uns diese Ausgangslage in den letzten Wochen erarbeiten konnte“, sagt Kellermann, dessen Riege mit einem Sieg in Cloppenburg das Titelendspiel gegen Frankfurt im eigenen Stadion herbeiführen kann.

Beim vom sofortigen Wiederabstieg bedrohten Neuling erwartet Kellermann ein hartes Stück Arbeit. „Cloppenburg kämpft um seine letzte Chance und ist darauf angewiesen, zu punkten. Für die Köpfe meiner Spielerinnen ist das aber keine schlechte Situation. Wir müssen hellwach sein, um unsere Qualität zum Tragen zu bringen“, fordert der Wolfsburger Coach.

Personell ist die Lage bei den Grün-Weißen weiterhin angespannt. Neben den Langzeitverletzten Lina Magull, Zsanett Jakabfi, Maren Tetzlaff und Johanna Tietge fallen auch noch Viola Odebrecht und Josephine Henning aus. Selina Wagner (Wadenprobleme) und Noelle Maritz (krank) sind fraglich. „Egal, wer am Ende zum Einsatz kommt. Ich habe bei keiner Spielerin Bauchschmerzen, sondern bin sehr optimistisch, dass wir Vollgas gehen werden und die drei Punkte mit nach Wolfsburg bringen können“, sagt Kellermann. Dann hätte der VfL unabhängig vom Ausgang des Topspiels die besten Karten im Meisterkampf.

Von Matthias Jansen

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